INTERFORST 2022

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Das Team vom Messeradio ist auch diesmal wieder auf der INTERFORST 2022 für Sie unterwegs, um die unterschiedlichsten Themen redaktionell zu bearbeiten. Wir bieten Ihnen alle Audiomaterialien, die Sie zur Produktion Ihres Beitrags brauchen. Hier im Downloadbereich stellen wir Ihnen kostenfrei unser Tonmaterial in Sendequalität (MP3) zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie uns über den Einsatz informieren.

Nachfolgend finden Sie Manuskripte und 15 O-Töne zum Download
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Die INTERFORST 2022 wurde heute in München offiziell mit einem Ribbon Cutting eröffnet – mit dabei war auch Cem Özdemir, der Bundesminister für Ernährung und Landwirtschaft. Mit dem Besuch des Politikers wurde auch die zentrale Bedeutung der INTERFORST als internationale Leitmesse der Forstwirtschaft und Forsttechnik unterstrichen. Der Bundesminister stellte auf der INTERFORST die großen Herausforderungen heraus, mit denen sich die Branche in Bezug auf den Klimawandel in den nächsten Jahren konfrontiert sieht. In den nächsten Jahren sollen rund 900 Millionen Euro seitens des Bundesministeriums in ein klimaangepasstes Waldmanagement investiert werden. Dazu der Bundesminister:

Bundesminister Cem Özdemir, Bundesminister für Ernährung und Landwirtschaft

wir hatten lange Zeit Monokulturen, jetzt müssen wir sie so aufbauen, dass sie dem Klimawandel standhalten. Das Problem ist, dass die Klimaveränderungen sehr schnell erfolgen, zu schnell für den Wald. Dann kommt dazu, dass sich Dürren mit extremen Starkregen abwechseln, das macht die Planbarkeit für die Förster schwierig, daher müssen wir die Wälder klimaresilienter aufbauen.

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Bundesminister Cem Özdemir, Bundesminister für Ernährung und Landwirtschaft

denen, die im Wald tätig sind. Wir brauchen den Wald, das ist unsere Klimaanlage, was besseres gibt es gar nicht. Dazu gehört aber nicht nur der Schutz der Wälder bei uns, sondern das ist ein internationales Thema. Denken Sie an das Tierfutter, dafür wird in Brasilien wertvoller Regenwald gerodet. Wir müssen dafür sorgen, dass der Wald global wieder wächst.

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Oton Bundesminister Cem Özdemir; Bundesminister für Ernährung und Landwirtschaft

wir sind gerade in der Forschung, welche Baumarten passen, so schnell geht das aber nicht. Das Problem ist, dass es so schnell nicht geht. Klimaveränderungen gab es auch früher, die waren aber über lange Zeiträume, jetzt geht das viel schneller. Wir müssen viel ausprobieren, aber eines wissen wir, die Fichtenmonokulturen haben sich überholt, mit denen können wir keinen Wald der Zukunft schaffen.

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Cem Özdemir stellte bei seinem Besuch in München auch die Bedeutung der INTERFORST als zentraler Angelpunkt der Branche heraus:


Bundesminister Cem Özdemir, Bundesminister für Ernährung und Landwirtschaft

hier kommen die ganzen Sachverständigen zusammen, die sich mit der Zukunft des Waldes beschäftigen; international, man tauscht sich aus, lernt voneinander. Aber auch unter gesundheitlichen Aspekten ist die Messe wichtig, die Digitalisierung macht vieles leichter, es ist aber dennoch ein Knochenjob und die Menschen müssen mit ihrem Rücken klarkommen.

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Bei seinem Rundgang war er vor allem durch die zahlreichen Ansätze beim Thema Nachhaltigkeit beeindruckt:


Bundesminister Cem Özdemir, Bundesminister für Ernährung und Landwirtschaft

das Thema Nachhaltigkeit ist das große Thema; wie kann man weg kommen von fossilen Energieträgern. Aber auch das Thema, wie kann man den Wald umbauen, klimaresilient. Eine Frage bleibt aber auch, wie sieht der Wald in 20-30 Jahren aus. Da brauchen wir die Wissenschaft und wir in der Politik helfen hier auch.

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Im Fokus der diesjährigen INTERFORST stehen unter anderem der Klimawandel und die damit verbundenen Herausforderungen für die Branche, die künftigen Leistungen des Waldes sowie die effiziente Produktion des Rohstoffes. Die INTERFORST ist die Internationale Leitmesse für Forstwirtschaft und Forsttechnik, die alle vier Jahre in München über die Bühne geht. Als Kompetenztreff der Branche bringt sie Entscheider und Experten aus Industrie, Wissenschaft und Politik zusammen. Dazu der CEO der Messe München, Dr. Reinhard Pfeiffer bei der Eröffnung der INTERFORST 2022:

Dr. Reinhard Pfeiffer

diese Messe hat das letzte Mal 2018 stattgefunden, es ist wichtig, dass wir uns heute wieder im Präsenz treffen, der persönliche Kontakt lässt sich nicht digitalisieren; die INTERFORST ist eine hervorragende Schau von Innovationen. Sie ist ein Branchentreff von Wirtschaft, Wissenschaft und Politik.

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Entsprechend prominent war auch der Besuch zur Eröffnung. Cem Özdemir, Bundesminister für Ernährung und Landwirtschaft war zu Gast in München:


Cem Özdemir, Bundesminister für Ernährung und Landwirtschaft

der Wald ist bedroht durch die Klimakrise ist aber auch gleichzeitig wesentlich Verbündeter im Kampf gegen die Klimakrise, er ist die größte Klimaanalage der Welt. Er ist CO2-Speicher, Lieferant des wertvollsten Rohstoffes des Holzes, Arbeit und Einkommen für 700.000 Menschen und nicht zuletzt wichtiger Erholungsraum für uns Menschen. Realität ist, die Einschläge kommen näher, Dürre, Trockenheit und Schädlingsbefall. Darum ist eines der Themen die Wiederbewaldung von großen Flächen. Wir haben hier eine globale Herausforderung. Das Ziel sind angepasste, klimaresilienter Wälder; nachhaltige Waldpolitik braucht die Einbindung der Praktiker, der Wissenschaftler und der Politik. Dazu ist die INTERFORST eine sehr gute Möglichkeit, sie präsentiert Lösungen und darauf kommt es an.

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In diesem Jahr sind rund 370 Aussteller auf dem Freigelände und der Halle B6 auf etwa 75.000 qm mit dabei. Neben 220 Ausstellern aus Deutschland werden Unternehmen aus Belgien, Dänemark, Finnland, Frankreich, Österreich und der Türkei auf der Messe vertreten sein. Darüber hinaus sind erstmals auch Firmen aus Großbritannien in München mit dabei. Auch die bayerische Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber ist begeistert von der INTERFORST:


Michaela Kaniber, bayerische Staatsministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten

wir haben eine unglaublich starke Branche, wir sind nicht nur Waldland Nummer eins, wir haben in Bayern eine Milliarde Kubikmeter Holz in den Wäldern. Damit können wir sagen, zu Recht ist die INTERFORST in Bayern, zu Recht trifft sich hier die gesamte Branche. 41 Milliarden Euro Umsatz, 200.000 Frauen und Männer kämpfen täglich, dass diese Branche voranschreitet und wir haben viel zu tun. Der Klimawandel bietet uns die Stirn und wir müssen ihm mit aller Kraft entgegentreten.

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Kaniber betonte auf der Eröffnung der INTERFORST, wie wichtig daher die Pflege des Waldes sei:


Michaela Kaniber, bayerische Staatsministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten

mir persönlich ist es wichtig, dass die Damen und Herren, die auf der Messe anwesend sind, haben einen wichtigen Beitrag zu leisten und zwar bei der Protegieren des aktiven Waldumbaus und die aktive Bewirtschaftung des Waldes. Wir in Bayern stehen für den Klimaschutz, den Umweltschutz, aber auch für die Biodiversität und wir zeigen das jeden Tag, dass das auch im Einklang passieren kann.

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Auf der INTERFORST 2022 werden traditionell alle Facetten dieser spannenden Branche beleuchtet. Im Fokus steht dabei vor allem das Thema Klimawandel und die damit verbundenen Herausforderungen für die Branche. Neben der Naturverjüngung werden Pflanzung und Saat neuer Baumarten nötig sein, um klimastabile Wälder zu erschaffen. Das Kuratorium für Waldarbeit und Forsttechnik e.V. (KWF) zeigt die Sonderschau „Waldumbau – Wiederbewaldung“ die Antworten auf Fragen wie „Wie gestalten wir den Wald von morgen?“, neue Pflanzensortimente und Baumarten, sowie Saat- und Pflanzverfahren der Zukunft geben soll.


Andrea Hauck, Kuratorium für Waldarbeit und Forsttechnik e.V. (KWF), zuständig für den Bereich forstliche Arbeitsverfahren und Technikfolgeabschätzung

wir versuchen Pflanzen auszuwählen, die diesem Wandel trotzen, dass wir einen klimaresilienten Mischwald aufbauen, d.h. verschiedene Pflanzenarten, verschiedene Kombinationen, wir testen, wie wir die Pfalnzen am besten in den Boden bringen, das sind die Herausforderungen für die Zukunft.

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Andrea Hauck, Kuratorium für Waldarbeit und Forsttechnik e.V. (KWF), zuständig für den Bereich forstliche Arbeitsverfahren und Technikfolgeabschätzung

vorherrschend ist im Moment die Fichte, aber nicht nur, auch Buche, Kiefer und Eiche; die Fichte ist auf einem absterbenden Ast durch den Borkenkäferbefall. Wir versuchen Baumarten wie Linde, Zeder, Esskastanie in die Wälder mit einzubringen. Wir müssen von den reinen Nadelhölzerbestände weg kommen wie es vor 70 Jahren gemacht wurde; damals gab es andere Erwartungen an den Wald der Zukunft. Das hat sich geändert heute.

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Zu sehen sind auf der INTERFORST 2022 aber auch Innovationen aus dem Bereich der Digitalisierung. Mit digitalen Geländemodellen, simulierten Wachstumsprozessen, Sensortechnik für die Waldzustandsmessung und dem Vernetzen von Teilnehmern in der Wertschöpfungskette wird Digitalisierung zum Teil der Geschäftsstrategie rund um Wald und Holz. Die Firma treeva stellt auf der INTERFORST eine neue App vor, die das Arbeiten im Forst vereinfachen soll. Dazu Bertil Stapel, er ist Salesmanager bei treeva:


Bertil Stapel, Salesmanager bei treeva

wir digitalisieren das, was noch nicht im Forst digitalisiert wurde was bisher nur mit Zettel und Stift festgehalten wurde. Wir fangen bei Forstwirt und Förster an. Die Daten sollen gespeichert werden, nicht mehr vergessen werden. Ein Beispiel: Ein Forstwirt sucht im Wald nach Holz, in den neuen digitalen Karten ist genau vermerkt, wo der Stamm liegt. Bisher musste man sehr viel nach den Standorten suchen, die digitale Unterstützung macht das natürlich viel einfacher.

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Aber auch im weiteren Rahmenprogramm der INTERFORST gibt es mit den STIHL TIMBERSPORTS® viel Action zu sehen. Deutschlands Top-Athleten präsentieren hier spektakulären Disziplinen an Axt und Säge. Dazu Phillip Vielwirth, er ist Stützpunktleiter und langjähriger Trainer bei Timbersports:


Geräusch:

Actionsbühne STIHL TIMBERSPORTS®

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Phillip Vielwirth, Stütztpunktleiter und Trainer bei Timbersports

Stihl Timbersports ist eine Serie, die aus der Praxis aus der Waldarbeit kommt; es gilt darum, Baumstämme schnell und sicher mit der Axt und mit der Säge zu durchtrennen. Das alles auf Zeit. Ich sage immer, Kraft entscheidet, Präzision gewinnt. Also die Technik ist das A und O.

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Unter Anleitung der deutschen TIMBERSPORTS® Stars haben Besucher zudem die Möglichkeit, das eigene Talent an einer Zwei-Meter Handzugsäge, der so genannten Single Buck, zu testen, so Vielwirth:


Phillip Vielwirth, Stütztpunktleiter und Trainer bei Timbersports

bei uns kann man Schnupperkurse machen und das ausprobieren. Wir haben Leute, die aus dem Forst kommen, Zimmerleute, Schreiner, aber auch Leute, aus dem Büro. Es gibt auch Actionkamps, wo man am Wochenende Holz haken kann.

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