drinktec 2022

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Unser Hörfunk-Service zur drinktec 2022

Sie möchten über die drinktec 2022 im Radio berichten? Hier finden Sie alles, was Sie dazu brauchen!

Das Team vom Messeradio ist auch diesmal wieder auf der drinktec 2022 für Sie unterwegs, um die unterschiedlichsten Themen redaktionell zu bearbeiten. Wir bieten Ihnen alle Audiomaterialien, die Sie zur Produktion Ihres Beitrags brauchen. Hier im Downloadbereich stellen wir Ihnen kostenfrei unser Tonmaterial in Sendequalität (MP3) zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie uns über den Einsatz informieren.

Nachfolgend finden Sie Manuskripte und 19 O-Töne zum Download
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Neue Trendgetränke, die Weltmeisterschaften der Biersommeliers, der European Beer Star und die Herausforderungen der Branche im Zuge der Energiekrise und des Klimawandels sind nur einige der Themen, die auf der drinktec 2022, der Weltleitmesse der Getränke- und Liquid-Food-Industrie noch bis zum 16. September im Fokus stehen. In zwölf Messehallen bietet die drinktec das gesamte Repertoire der Getränke- und Liquid-Food-Industrie ab: von der Herstellung, über Abfüllung und Verpackung bis zum Marketing – Rohstoffe und logistische Lösungen inklusive. Zum Start der drinktec in München betonte Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger die Bedeutung dieser Weltleitmesse in unruhigen Zeiten wie den heutigen:

Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger

die drinktec ist eine hochinnovative Messe, die zeigt, wie Verpackung, Getränke zum Menschen transportiert wird. Sie steht für Startups, sie steht im Zeichen von hohen Energiepreisen und Problemen der Wertschöpfungsketten, es sind neue Lösungen zu suchen, um die Produkte zu den Menschen zu bringen.

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Die Hersteller von Nahrungsmittelmaschinen und Verpackungsmaschinen blicken zum Start der Messe optimistisch in die Zukunft. Sie sind einer von 34 Fachzweigen, die im VDMA organisiert sind. Dazu der Vorsitzende des drinktec Fachbeirates und Aufsichtsratsvorsitzender der Krones AG, Volker Kronseder:


Oton Volker Kronseder, Vorsitzender des drinktec Fachbeirates und Aufsichtsratsvorsitzender der Krones AG

dann gibt es den Fachzweig Nahrungsmittelmaschinen und Verpackungsmaschinensparte vom VDMA, der gerade in Krisenzeiten so die Erfolgreichste ist. Die rund 600 Unternehmen der NuV haben rund 63.000 Beschäftigte und hat eine Maschinenproduktion von rund 15 Milliarden Euro. Wichtig dabei ist, dass dabei der Exportanteil sehr hoch ist, er liegt bei rund 80 Prozent, bei einigen Unternehmen, wie auch bei meinem liegt er noch höher bei etwa 95 Prozent.

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Sorgen bereitet Kronseder vor allem trotz der guten Ausgangslage die anhaltenden Lieferkettenprobleme bei elektronischen Bauteilen:


Volker Kronseder, Vorsitzender des drinktec Fachbeirates und Aufsichtsratsvorsitzender der Krones AG

der Maschinenbau selbst braucht wenig Strom, aber unsere Kunden, Brauer sind stark betroffen, da gibt es starke Probleme. In den USA und in Südamerika ist das Thema auch nicht so relevant, so dass sich dieses Problem für uns dann insgesamt doch wieder relativiert.

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Besonders im Fokus steht bei den Unternehmen das Thema Nachhaltigkeit bei den Unternehmen:


Volker Kronseder, Vorsitzender des drinktec Fachbeirates und Aufsichtsratsvorsitzender der Krones AG

die Nachhaltigkeit ist immer ein wichtiges Thema, endlich. Für uns ist das nichts Neues, weil es mit kostensparender Produktion einhergeht. Insofern war da immer schon ein Druck da, Energie, Ressourcen zu sparen. Die Kunden sind immer mehr bereit, dafür etwas mehr Geld auszugeben, diesen Trend sehen wir weltweit.

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Volker Kronseder, Vorsitzender des drinktec Fachbeirates und Aufsichtsratsvorsitzender der Krones AG

dann gibt es in der Verfahrenstechnik Neuheiten und Weiterentwicklungen durch Verfahren wie Wärmerückgewinnung z.B., um zum Beispiel die energieautarke Brauerei zu bauen, da haben wir auf jeden Fall Rückenwind.

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Traditionell sind neue Getränkeideen auf der Sonderschau „New Beverage Concepts zu sehen. Auf der Sonderschau zeigen die Aussteller die gesamte Bandbreite an innovativen Getränken. Dabei stehen neue Süßungskonzepte, Farbstoffe, Geschmack-, Inhalts-, Behandlungs- und Zusatzstoffe im Fokus. Beim Thema Getränke achten die Konsumenten immer stärker auf Produkte, die für die Gesundheit gut sind. Allen voran liegen Getränke im Trend, die keinen oder weniger Zucker enthalten. In diesem Segment wird nach Ersatzprodukten gesucht. Einige Hersteller setzen hierbei auf natürliche Stoffe wie Stevia für Getränke. So auch das Unternehmen almendra. Es gewinnt aus der Stevia-Pflanze ein weißes Pulver, das dem raffinierten Kristallzucker ähndelt, erklärt Hans-Joachim Winter von der Firma almendra:

Hans-Joachim Winter, Senior Commercial Manager bei almendra

wir können damit Getränke, Ketchup, Tomatensaucen süßen. Wir reden hier aber konkret über Getränke, man kann bis zu sieben Prozent Zucker in einer Limonade reduzieren. Man hat hier dadurch dann viel weniger Kalorien in einem Getränk.

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Dass Stevia sich bisher in der Getränkeindustrie noch nicht stärker durchgesetzt hat, hat mehrere Gründe, erklärt Winter:


Hans-Joachim Winter, Senior Commercial Manager bei almendra

das liegt daran, dass Zucker bisher extrem billig war, auch synthetische Produkte, die meist aus China kommen. Es ist aufwändiger ein Stevia-Extrakt herzustellen. Daher haben sich viele Produkten entschieden, beim normalen Zucker zu bleiben. Das ändert sich immer Moment, die Zuckerpreise gehen stark nach oben und das Bewusstsein der Verbraucher verändert sich. Man will wieder natürliche und keine chemischen Produkte.

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In Ländern, in denen es bereits heute eine Steuer auf Zucker gibt, wie in Frankreich oder Belgien, sind Stevia-Produkte schon verbreiteter, fügt Winter hinzu.

Ebenfalls auf natürliche Produkte setzt die Firma bell. Dazu Marketingleiterin Antje Wittlich:


Antje Wittlich, Marketingleiterin bei bell

wir sehen die Nachfrage klar bei natürlichen Produkten, wie bei Wasser aromatisiert mit Pflanzenextrakten und nicht mit künstlichen Aromen; aber auch im Bereich alkoholischer Getränke liegt der Trend bei alkoholreduzierten Produkten beziehungsweise bei alkoholfreien Getränken.

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Im Portfolio hat bell hier beispielsweise einen alkoholfreien Bitteraperitiv, so Wittlich. Ebenso wichtig sind aber auch sogenannte 95:5-Aromen:


Antje Wittlich, Marketingleiterin bei bell

95:5 Aromen spielen bei usn auch noch eine wichtige Rolle. Das sind Aromen, die zu 95 Prozent aus der Frucht kommen. Dann Pflanzenextrakte spielen eine große Rolle. Daneben ist auch noch ein großes Thema sind biozertifizierte Aromen. Hier haben wir in den letzten Jahren viele Aromen entwickelt wie zahlreiche Citrus-Aromen.

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Nach der Corona-Krise sieht das österreichische Unternehmen esarom wieder großes Interesse bei den Kunden nach neuen Produkten. Auch hier steigt die Nachfrage nach natürlichen Aromen für Getränke:


Martin Raaber, Verkaufsdirektor von esarom

auf der einen Seite ist sehr stark Organic gefragt, Zuckerreduktion ist ein großes Thema und auch das Green-Labeling, all das kennen wir bereits, es wird aber noch verstärkt nachgefragt im Moment.

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Martin Raaber, Verkaufsdirektor von esarom

in unserem Fall sind es Mojito-Emulsionen, aber auch Emulsionen für Limonaden, das gab es bisher noch nicht im Organic-Standard, das bieten wir hier aber an.

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Ein Highlight im Rahmen der drinktec ist die Weltmeisterschaft der Biersommeliers, die alle zwei Jahre von der Doemens Akademie durchgeführt wird. In den Vorrunden mussten aus je zehn Gläsern bestimmte Bierflavours und Bierstile erkannt und bestimmt werden. Ein Wissenstest rundete die Vorrunden ab. Die besten neun Teilnehmer aus der Schweiz, Deutschland, Österreich, Portugal und den Niederlanden qualifizierten sich für das Finale. Die für das Finale qualifizierten Teilnehmer traten vor einer hochkarätig besetzten Jury an. Jeder Finalist musste die Fachjury mit seinem Wissen zu allen Themen rund um das Bier sowie mit seinen Präsentationskünsten überzeugen. In diesem Jahr heißt der Sieger Giuliano Genoni und kommt aus der Schweiz. Ihm gelang es am besten und am eindrucksvollsten, die Jury und das Publikum von seinem umfassenden, vielseitigen Wissen über das Paulaner Salvator mit entsprechender Präsentationskunst und Emotion zu überzeugen. Als er zum Sieger gekürt wurde, konnte es der Schweizer erst einmal gar nicht glauben, tatsächlich Weltmeister geworden zu sein:

Giuliano Genoni, amtierender Weltmeister der Biersommeliere

ich hatte das Resultat nicht erwartet, das Bier ist für mich ein Hobby; es war ein Spiel, ich hatte auch ein bisschen Glück; ich hatte sehr viele Emotionen in diesem Moment, ich dachte, ich glaube das nicht.

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In den vergangenen Monaten hat sich Genoni auf den Wettbewerb in München intensiv vorbereitet:


Giuliano Genoni, amtierender Weltmeister der Biersommeliere

es ist sehr wichtig, dass man sich gut vorbereitet, man muss die Bierstile und die Flavourverkostungen üben, das habe ich 9 Monate lang gemacht. Ich habe viele Bücher gelesen und ich habe auch viele Brauereien besucht in vielen Ländern. Man muss Biere vor Ort trinken, damit sie Emotionen bekommen.

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Unterstützung bekam er bei der Vorbereitung auf die Weltmeisterschaft vor allem von seiner Ehefrau und Freunden:


Giuliano Genoni, amtierender Weltmeister der Biersommeliere

meine Frau ist auch Biersommelier und ich habe einen guten Kollegen, der auch Sommelier ist. Wir haben uns alle zwei Wochen getroffen, die Blindverkostungen geübt. In den letzten drei Monaten haben wir die verschiedenen Flavours geübt, ich habe viel gelesen, mich interessiert viel über die Geschichte der Biere und viele mehr.

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Der Schweizer hat beruflich nichts mit Bieren zu tun, er hat Wirtschaft studiert. Das Interesse und die Liebe zu Bieren hat er vor vielen Jahren für sich entdeckt:


Giuliano Genoni, amtierender Weltmeister der Biersommeliere

den ersten Kontakt mit Bier hatte ich in München, da habe ich gesehen, Bier ist nicht nur Trinken, Bier ist Kultur. Ich bin sehr neugierig und habe dieses Thema vertieft, bin viel gereist in viele Länder wie Belgien, Niederlanden, Großbritannien, Italien, Österreich. Ich habe dort viele Biere probiert und so ist das ein Hobby von mir geworden.

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Privat trinkt Genoni natürlich auch sehr gerne Bier, ein wirkliches Lieblingsbier hat er allerdings nicht:


Giuliano Genoni, amtierender Weltmeister der Biersommeliere

Biere geben mir viele Emotionen, wenn ich ein Berliner trinke, fühle ich mich in einem Biergarten in München und wenn ich ein Weißbier trinke, fühle ich mich wie in einem Biergarten in München, mit diesen Emotionen kann ich diese Verbindungen machen.

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Die nächsten Weltmeisterschaften der Biersommeliere finden übrigens in zwei Jahren statt.


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Vom 12. bis 16. September 2022 findet in München die drinktec statt. Sie ist die Weltleitmesse für die Getränke- und Liquid-Food-Industrie. Eigentlich hätte die Messe schon im vergangenen Jahr stattfinden sollen, doch aufgrund der coronabedingten Reisebeschränkungen in vielen Ländern wurde die Veranstaltung um ein Jahr verschoben. Der für die Veranstaltung zuständige Geschäftsführer Dr. Reinhard Pfeiffer spürt bei den Ausstellern nun eine große Vorfreude, endlich ihre neuesten Produkte zeigen zu können:

Geschäftsführer Dr. Reinhard Pfeiffer

Zur drinktec hin kann man feststellen, es ist eine Mischung aus Freude - Freude darauf, dass man sich wieder physisch sehen kann -, Spannung auf die Innovationen, aber auch Erwartungshaltung dahingehend, dass die drinktec Lösungen aufzeigt für die großen Probleme, die in der Branche diskutiert werden. Da steht jetzt nicht Corona im Mittelpunkt, sondern die Lieferkettenproblematik, wo bekomme ich meine Vorprodukte her? Das betrifft insbesondere die Aussteller, die Anlagen herstellen und dann gibt es viele, die von den ganz hohen Energiepreisen stark betroffen sind: Die Brauereien beispielsweise, Bier brauen frisst viel Energie und da bieten auch die Aussteller Lösungen an, die sind schon lange diskutiert, zum Teil auch schon umgesetzt, beispielsweise Automatisierung, Digitalisierung. Da geht es nicht nur darum, dass man schneller und günstiger, sondern eben auch ressourcenschonender Energie einspart und daher ist die Spannung da; also ein großes Ereignis nach fünf Jahren diese Messe in München zu haben.

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Und die drinktec ist wieder groß und international. Insgesamt sind zwölf Hallen auf dem Münchner Messegelände belegt. 1.000 Austeller zeigen ihre neuesten Produkte und Dienstleistungen. Dabei geht es vor allem um vier große Themenblöcke, die zeigen vor welchen Herausforderungen die Unternehmen stehen: „Nachhaltige Verpackungen und Produktion“, „Digitale Transformation und digitale Lösungen“, „Konsumentenwelt und Produktdesign“ sowie „Wasser und Wassermanagement“. Laut der deutschen Online-Platform für Statistik, Statista, lag der Umsatz der zehn größten Hersteller von Getränken 2020 bei mehr als 250 Milliarden Dollar. Von diesen zehn sind neun auf der drinktec, wie Geschäftsführer Pfeiffer hervorhebt, das absolute Who-is-Who der Getränke- und Liquid-Food-Industrie – sei in München wieder dabei:


Geschäftsführer Dr. Reinhard Pfeiffer

Alle wissen, dass das die größte Messe ihre Art der Getränkeindustrie ist und da werden eben zurecht die Lösungen und Innovationen gesehen. Wichtig ist dabei immer auch der persönliche Austausch. Denn eine Innovation zu haben heißt ja noch lange nicht, wie kann ich sie bedienen wie kann ich sie einsetzen.

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Allerdings ist das Vorcoronaniveau noch nicht erreicht, eigentlich ist das aber auch nicht groß verwunderlich, unter anderem aufgrund der Entwicklung in China.


Geschäftsführer Dr. Reinhard Pfeiffer

Das Niveau ist sehr gut, sehr hoch. 1000 Aussteller, zwölf volle Hallen, 55 Länder sind ausstellerseitig vertreten, aber das ist noch nicht das Vorcorona-Niveau. Insbesondere fehlen die chinesischen Aussteller. Sonst, was die Besucherseite angeht. Die Vorregistrierungen zeigen, dass wir 50.000 Besucher erwarten können. Was das schöne ist, es kommen zwar keine aus Russland, das wollen wir auch nicht. Es kommen leider sehr wenige aus China aufgrund der Corona-Politik dort, aber wir haben viele Voranmeldungen von Besuchern aus Australien aus Asien, aus Indien, aus Südamerika und den USA.

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