OutDoor by ISPO 2019

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Unser Hörfunk-Service zur OutDoor by ISPO 2019

Sie möchten über die OutDoor by ISPO 2019 im Radio berichten? Hier finden Sie alles, was Sie dazu brauchen!

Das Team vom Messeradio ist auch diesmal wieder auf der OutDoor by ISPO 2019 für Sie unterwegs, um die unterschiedlichsten Themen redaktionell zu bearbeiten. Wir bieten Ihnen alle Audiomaterialien, die Sie zur Produktion Ihres Beitrags brauchen. Hier im Downloadbereich stellen wir Ihnen kostenfrei unser Tonmaterial in Sendequalität (MP3) zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie uns über den Einsatz informieren.

Wenn Sie persönlich und direkt auf der Messe produzieren möchten, können Sie unser Hörfunkstudio im Pressezentrum West nutzen. In diesem, mit modernster Digitaltechnik ausgestatteten Studio, können Sie Ihre Beiträge bearbeiten, überspielen oder gleich live aus dem Studio senden.
Unser Technik-Team unterstützt Sie gerne direkt vor Ort.

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Nachfolgend finden Sie Manuskripte und 39 O-Töne zum Download
Über 22.000 Fachbesucher aus über 90 Ländern – Premiere der OutDoor by Ispo ein voller Erfolg
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Über 22.000 Fachbesucher aus rund 90 Ländern besuchten die Premiere der OutDoor by Ispo in München, der größten Messe der Outdoor-Branche in Europa. An vier Messetagen präsentierten über 1.000 Aussteller aus 35 Ländern auf einer Gesamtfläche von rund 100.000 Quadratmetern die neuesten Produkte und Trends der Branche. Mit dieser Bilanz zeigte sich der Vorsitzende der Geschäftsführung der Messe München, Klaus Dittrich, mehr als zufrieden:

Klaus Dittrich, Vorsitzender der Geschäftsführung der Messe München

wir haben von unseren Kunden ein sehr gutes Feedback bekommen für den ersten Aufschlag der OutDoor by Ispo hier in München. Wir sind mit über 1.000 Ausstellern gestartet, auch bei den Besuchern waren es über 22.000, damit haben wir unser Ziel übertroffen.

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Auch das neue Konzept der Messe konnte überzeugen:


Klaus Dittrich, Vorsitzender der Geschäftsführung der Messe München

es sind viele gespannt nach München gekommen auch mit unterschiedlichen Erwartungen. Was sehr gut aufgenommen wurde ist die neue Inszenierung von Outdoor, mehr Freiheit, offene Gänge, mehr Inspiration, auch neue Segmente wie Urban Outdoor, Wassersport, Running oder Bike, das neue Verständnis kam sehr gut an.

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Klaus Dittrich, Vorsitzender der Geschäftsführung der Messe München

wir hatten 18 verschiedene Areas, die den Besucher angesprochen haben, von Wandern und Camping über die Bereiche wie Urban Outdoor, auch das Thema Fahrrad, Wassersport, so dass wir Outdoor in allen Facetten zeigen konnten und der Branche neue Perspektiven zeigen konnten zu wachsen. Mein persönliches Highlight war die Aussage unseres Messepartners der European Outdoor Group (EOG) und zwar mission accomplished, das ist eine schöne Bestätigung der Arbeit und für das gesamte Team.“

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Arne Strate, der Generalsekretär der EOG konnte dem nur beipflichten:


Arne Strate, Generalsekretär der European Outdoor Group (EOG)

wir haben die Plattform gefunden, wir sind super happy, das Konzept geht auf und kommt an; es ist gelungen, den kompletten Handel hier zu haben und die Stimmung, die damit kommt, ist auf jeden Fall zu spüren.

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Arne Strate, Generalsekretär der European Outdoor Group

wir haben nach unsere Vision 2020-Analyse gesehen, dass Orderschreiben auf der Messe kaum noch passiert. Was macht man dann? Das hat sich hier sehr gut gezeigt, es ist ein Austausch, es ist lernen, technologische Neuheiten zu sehen, Trends zu sehen, die Stimmung der Branche mitzubekommen und mit einem guten Gefühl nach Hause zu gehen.

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T-Shirts aus Algen, Schuhe aus Kork oder ein komplett kompostierbarer Schlafsack - Nachhaltigkeit im Fokus der Outdoorbranche
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Ein Trend, der die Sport-und Outdoor-Industrie bereits seit vielen Jahren begleitet ist die Herstellung nachhaltiger Produkte. Zahlreiche Marken sind sich ihrer Verantwortung bewusst, sie haben einen nachhaltigen Herstellungsprozess verankert und verkaufen nachhaltige Produkte. Die Outdoor-Branche gehört zu den größten Akteuren im Sportartikelbereich und wird in Europa durch die European Outdoor Group repräsentiert, die die Themen Nachhaltigkeit und soziale Verantwortung in den Fokus gestellt hat. Gerade auch deshalb, weil der Outdoorsport in der Natur stattfindet, die es zu erhalten gilt. Auch die Verbraucher sind mittlerweile sensibilisiert. Nach einer Umfrage von Statista und vom vergangenen Jahr halten 79 Prozent der Befragten das Thema für wichtig. Auf der OutDoor by Ispo präsentieren zahlreiche Aussteller ihre nachhaltigen Produkte wie auch die Firma Grüezi Bag aus dem bayerischen Bad Feilnbach. Das Unternehmen präsentiert einen neuen Schlafsack, den Biopod DownWool Ice Compostable, der innerhalb von 200 Tagen kompostierbar ist:

Markus Wiesböck, Gründer von Grüezi bag

es war ein großer Aufwand mit viel Entwicklungsaufwand, weil es ja alles am Schlafsack recycelbar sein muss. Am Schwierigsten war es, eine Farbe zu finden, die auch recycelbar ist. Wir haben durch die Entwicklung bessere Werte erreicht als bei herkömmlichen Materialien, wir planen auch schon voraus, es wird in den nächsten Jahren immer mehr kompostiert werden.

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Markus Wiesböck, Gründer von Grüezi bag

er muss tatsächlich in einen Kompost rein, da sind Bakterien drin; in dem Polyester werden Sauerstoffatome mit reingepflanzt, da rein kommen Zuckerl und das mögen die Bakterien und dann spalten sich die Atome und das Material löst sich auf.

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Der Schlafsack kostet im Handel rund 430 Euro.

Mit Outstanding Outdoor wurden auf der OutDoor by ISPO erstmals die Highlight-Produkte der Branche mit einem speziellen Award-Label gewürdigt. Ausgezeichnet wurden Produkte, die das Naturerlebnis angenehmer, zugänglicher, sicherer machen oder einfach nur motivieren, die Outdoor-Welt in ihrer Vielfalt zu erleben. Einer der Preisträger ist Peter Mattis mit seiner Firma Palgero. Er fertigt unter anderem T-Shirts aus Algen mit Merinowolle:


Peter Mattis, Geschäftsführer Palgero

die Braunalgen werden in Island geernet, die sind bekannt aus der Kosmetik zum Beispiel, diese wohltuenden Eigenschaften kann man jetzt auch anziehen, dann gehen sie nach Österreich zur Lenzing AG, das ist der weltweit größte Zellulosverarbeiter. Da wird Zellulose ausgelöst, da werden die Algenextrakte hineingegeben. Wir haben auf einem Kilo von der Zellulose einen Anteil von 4 bis 5.000 Liter geothermalen Wassers über die Alge, dann haben wir ein Vorgarn, das wird in Baden-Würtemberg zu einem Garn verarbeitet; dann wird zur Algenfaser Merino aus Österreich eingeführt. Dann wird es in der schwäbischen Alp gestrickt und ausgerüstet und wird dann konfektioniert in der Slowakei.

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Peter Mattis stammt aus einer Unternehmerfamilie, die bereits seit über 130 Jahren besteht zunächst als Leinenlieferant für Krankenhäuser, dann als Ausstatter für Nonnen und Mönchsgewänder:


Peter Mattis, Geschäftsführer Palgero

die Idee ist mir auf einem Geschäftstermin mit einem orthodoxen Bischof in Griechenland gekommen; ich ging da raus und sagte zu meiner Frau, wir müssen dem Bischof ein Shirt machen, weil der hat so geschwitzt. Am Abend treffe ich einen guten Freund, Inhaber einer nachhaltigen Spinnerei in Griechenland und der erzählte mir etwas von den Braunalgen, ich kannte das nicht. Zu Hause habe ich das dann gegoogelt und auch gleich losgelegt.

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Das war vor etwa zwei Jahren. Inzwischen fertigt Palgero schon über 10.000 Kleidungsstücke mit Merinoanteil oder auch ohne. Die Nachfrage, so Mattis, sei sehr groß. Das Material habe seinen Worten zu Folge zahlreiche Vorteile:


Peter Mattis, Geschäftsführer Palgero

in den Algen stecken Wirkstoffe, Vitamine, Spurenelemente und Aminosäuren, die ein Wohlbefinden auf der Haut hervorrufen; es lindert deutlich Hautirritationen, die Alge hat auch eine antibakterielle Wirkung, so dass man die Shirts nach einem Tag wieder ausziehen muss.

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Das Shirt mit Merinoanteil kostet im Handel rund 80 Euro.

Eine andere nachhaltige Idee hatte Matthias Drexlmeier. Er fertigt mit seinem Unternehmen DOGHAMMER Schuhe aus Kork:


Matthias Drexlmeier Gründer von DOGHAMMER

wir versuchen, den Schuh so nachhaltig zu machen, wie es geht. Kork ist ein nachwachsender Rohstoff, die Korkeiche kann bis zu 250 Jahre alt werden und dabei bis zu 1.000 Tonnen Kork produzieren und der Kork, der bereits verwendet wurde, kann wieder eingeschreddert und wiederverwendet werden.

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Designet werden die Schuhe in Rosenheim, produziert in einem Familienbetrieb in Portugal. Sie kosten zwischen 139 und 159 Euro:


Matthias Drexlmeier Gründer von DOGHAMMER

es ist so, dass in der Schuhindustrie Kork noch nicht so Fuß gefasst hat. Kork Hauptproduktion ist für Flaschenstöpsel, aber die ersten zwei Chargen können nicht verwendet werden, die Industrie versucht diesen Kork für Fußböden zu verwenden. Wir haben dann mit der Industrie ein Material entwickelt für unsere Schuhe, für die Keile, für die Dämpfungen oder dünnes Material für die Obermaterial. Wir haben in den Sohlen Kork mit drin mit recycelten Gummi dabei, um das Gummi zu reduzieren, aber dennoch einen guten Halt zu haben.

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Zu 100 Prozent recycelbar sind die Trinkflaschen des Unternehmens BAYONIX. Das Material muss nur geschreddert werden, erklärt Stefan Hunger, Gründer und Inhaber von BAYONIX:


Stefan Hunger, Gründer und Inhaber von BAYONIX

ich muss es schreddern in Granulatgröße, dann kann ich das wieder verwenden, ich kann den biologischen Kreislauf abdecken, weil es abbaubar ist, es bleiben keine Schadstoffe zurück, kein Mikroplastik, nur Humus und Biogas.

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Stefan Hunger, Gründer und Inhaber von BAYONIX

es ist ein neuentwickeltes Polyester, das chemisch so aufgebaut ist, dass es sich wieder in die Einzelteile zerlegen lässt. Wenn es so klein wird, dass es normalerweise in den Mikroplastikstatus eingeht, können es die Organismen in der Natur wortwörtlich auffuttern.

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Bundesminister Dr. Gerd Müller unterstreicht die Bedeutung des Themas Nachhaltigkeit auf der OutDoor by Ispo
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Dr. Gerd Müller, Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung hat am Montag die OutDoor by Ispo besucht und damit auch die Bedeutung der Branche unterstriechen. Bei einem Messerundgang betonte Müller, wie wichtig das Thema Nachhaltigkeit für die Branche sei:

Bundesminister Dr. Gerd Müller

fair ist im Trend, das sage ich dem Produzenten, dem Textilhandel, die Nachfrage steigt massiv. Bei Outdoorprodukten, das sind die Freunde, die in die Natur rausgehen, die fragen natürlich, sind die Produkte ökologisch sauber produziert. Wichtig ist dabei, dass am Anfang da existenzsichernde Löhne garantiert werden oder im ökologischen Bereich der Einsatz von Chemikalien, da herrscht eine hohe Sensibilität.

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Müller war von den Innovationen der Branche in diesem Bereich begeistert:


Bundesminister Dr. Gerd Müller

es muss schon noch Bewusstsein wachsen, es gibt Champions, wie Vaude, die eine Jacke aus Holzfasern produzieren, also Vermeidung von Plastik; oder adidas, die bis 2024 kein neues Plastik mehr in der Produktion verwenden wollen, nur noch Recyceltes. Es gibt Innovationen und die will ich befördern.

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Europäische Outdoor-Marken in China – Anforderungen an einen spezifischen Markt
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Wie schaffen europäische Outdoor-Marken den Sprung nach China? Das war das Thema eines Seminars unter dem Titel „Market Introduction Seminar for China“ auf der OutDoor by Ispo. Der Chinesische Markt bietet für westliche Marken große Chancen. Nach Worten von Matthias Preissel, er ist Sales Director für den Asia-Pazifik-Raum bei der LOWA Sportschuhe GmbH gab es in China vor 20 Jahren noch kaum jemanden, der in die Berge gegangen ist. Das hat sich inzwischen zwar geändert, dennoch haben die Chinesen eine andere Affinität zum Thema Outdoor als die Europäer:

Matthias Preussel, Sales Director Asia-Pacific bei LOWA Sportschuhe GmbH

es ist eine ganz andere Affinität als in Europa beim Thema Outdoor, wir gehen in die Berge und machen Outdoor, in China hat mir jemand überspitzt gesagt, man geht aus der Türe hinaus und ist somit Outdoor; oder man fährt mit einem Rangerover von Shanghai nach Peking und betreibt seiner Ansicht nach damit Outdoor; der Markt ist viel weniger technisch als in Europa, wir haben viel mehr Outdoor Casual, die sind viel weniger outdooraffin wie wir, da ist noch vieles am Entstehen.

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Wie Preussel berichtet, ist sein Unternehmen bereits stark in China vertreten, allerdings verkauft LOWA in China andere Produkte als in Europa. Auch die Qualitätsansprüche der Chinesen an europäische Produkte seien andere. Darauf müsse man sich als Unternehmen einstellen:


Matthias Preussel, Sales Director Asia-Pacific bei LOWA Sportschuhe GmbH

wir verkaufen unsere DNA-Produkte, aber hauptsächlich Outdoor Casual, also alles mit Outdoor-Charakter, aber im Fashion-Bereich.

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Matthias Preussel, Sales Director Asia-Pacific bei LOWA Sportschuhe GmbH

ein Schuh kostet in Europa circa 200 Euro, den verkaufen wir in China für 380 Euro. In China verkauft man auf einem höheren Preisniveau, das ist bei allen Marken so. Die Kosten, die durch Departmentstores entstehen, sind sehr hoch, die Margen sind auch andere. Der Chinese ist gewillt mehr Geld auszugeben für eine Premium-Marke, aber er erwartet dafür auch eine Premium-Qualität, dieser Anspruch ist viel, viel höher als in Europa.

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Um in einem Markt wie China als europäische Marke erfolgreich zu sein, müsse man sich vor allem den Marktanforderungen anpassen, so Preussel:


Matthias Preussel, Sales Director Asia-Pacific bei LOWA Sportschuhe GmbH

die größten Probleme bestehen darin, die lokale Kultur zu verstehen. Man muss verstehen, dass die Marktanforderungen andere sind, die Produkte müssen angepasst werden. Ein Schuh hat einen anderen Schnitt auch bei der Bekleidung muss der Fit ein anderer Sein, kürzere Ärmel oder auch die Schulter müssen enger geschnitten sein. Bei jedem Produkt muss man es an die lokalen Gegebenheiten anpassen, wenn man damit erfolgreich sein will.

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Ebenfalls als Referent auf dem Seminar zu Gast war Michael-Florian Ranft, er ist Partner & International Head der China Group bei der Anwaltskanzlei Taylor Wessing. Er berät Firmen und Unternehmen, wenn sie beispielsweise als Marke in China Fuß fassen wollen:


Michael-Florian Ranft, Partner & International Head of China Group bei Taylor Wessing

man muss sicher sein, dass die Marke dort noch nicht registriert ist, denn anders als in Deutschland ist die Nutzung der Marke noch keine Sicherheit, man muss sie registrieren. Dann gibt es vieles, was nur lokal kulturell ist, hier nimmt man BMW, jeder weiß, wovon man spricht, in China ist das nicht so, also wichtig ist, dass ich meine Marke in diesen Kulturkreis bringe.

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Michael-Florian Ranft, Partner & International Head of China Group bei Taylor Wessing

dann darf man nicht vergessen, China ist ein Volk von 1,4 Milliarden, vieles funktioniert dort anders als bei uns. Vieles ist online, die Vernetzung über das Netz ist viel verbreiteter als hier. Das muss man berücksichtigen, weil das auch bedeutet, man hat viel Wettbewerb, dann natürlich muss man auch berücksichtigen, die Chinesen sind kleiner, das Klima ist anders, es sind also viele Faktoren, die entscheidend für den Erfolg sind.

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Nach Worten von Ranft haben europäische Produkte aber sehr gute Chancen auf dem Markt in China zu bestehen. Das hat vor allem mit der hohen Qualität vieler europäischer Produkte zu tun:


Michael-Florian Ranft, Partner & International Head of China Group bei Taylor Wessing

das Entscheidende wird sein, dass man die Produkte nicht nur mit der Marke, sondern mit der Geschichte verbindet. Wenn etwas bekannt ist, wird es noch lange nicht gekauft; außerdem gab es in der Historie viele Fake-Produkte, d.h. der eigenen Industrie vertraut man hier nicht so, was die Qualität betrifft in der Folge ist man sehr interessiert, gute ausländische Produkte zu kaufen. Die Qualität, die sich bei solchen europäischen Produkten wie bei Autos gezeigt hat, hat sich bewiesen.

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Neben den Herausforderungen, was die Qualität, die Markenpositionierung und die entsprechenden Anforderungen von Produkten betrifft, geht es auf dem chinesischen Outdoor-Markt allerdings generell darum, gerade die jungen Menschen mehr für die Natur, die Bewegung im Freien zu mobilisieren. Das könne man so Preussel nur gemeinsam schaffen:


Matthias Preussel, Sales Director Asia-Pacific bei LOWA Sportschuhe GmbH

95 Prozent besitzen ein Mobiltelefon und alles wird mit dem Handy bezahlt. Der Chinese ist extrem affin mit den Mobiltelefonen; die Herausforderung besteht darin, gemeinsam, also alle europäischen Marken, gegen die großen Internetgiganten anzukämpfen in China, dass die Jugend in China den Outdoor-Bereich für sich entdeckt und sich nicht nur mit dem Smartphone beschäftigt.

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OutDoor kommt in die Landeshauptstadt – Messe München gewinnt Ausschreibung der European Outdoor Group (EOG)
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Die Sportfachmesse OutDoor findet ab dem kommenden Jahr in der Landeshauptstadt statt. Die Messe München ist der neue Veranstaltungspartner der European Outdoor Group (EOG) und hat sich in einer Ausschreibung gegen die Messe Hamburg und den bisherhigen Veranstaltungsort Friedrichshafen durchgesetzt. Der Vorsitzende der Geschäftsführung der Messe München, Klaus Dittrich freut sich über die Entscheidung der EOG. Seinen Worten zufolge verfügt die Messe München mit der ISPO-Gruppe über eine fast 50-jährige Kompetenz in der Outdoor- und Sportbranche:

Klaus Dittrich, Vorsitzender der Geschäftsführung der Messe München

die OutDoor by ISPO findet nächsten Sommer, von 30. Juni bis 3. Juli 2019 auf dem Gelände der Messe München statt. Wir gehen momentan von rund 900 Ausstellern aus – das entspricht in etwa der Belegung von sechs bis sieben Messehallen.

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Kernbereich der neuen OutDoor by ISPO wird wie bereits in Friedrichshafen der Bereich Outdoor bleiben. Allerdings kommen auch noch weitere Themen hinzu, so Dittrich:


Klaus Dittrich, Vorsitzender der Geschäftsführung der Messe München

Outdoor ist und bleibt der Kern der neuen OutDoor by ISPO. Das wird sich auch nach dem Umzug von Friedrichshafen nach München nicht ändern. Die wichtigsten Outdoor-Themen sind beispielsweise Bergsteigen oder Klettern. Wir haben uns auch bestimmt dafür entschieden, dass dieses Segment von benachbarten Segmenten umgeben wird, wie Running, Trailrunning, Wassersport, Outdoorreisen bis hin zu Bike und Urban Outdoor. Die Messe selbst wird der Höhepunkt sein, aber wir wollen der Branche das ganze Jahr über eine Plattform bieten, auf der sie außerhalb mit den Händlern und mit den Endverbrauchern kommunizieren kann.

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Für die zukünftigen Aussteller in München bietet die OutDoor by ISPO daneben auch noch andere Vorteile:


Klaus Dittrich, Vorsitzender der Geschäftsführung der Messe München

einen wichtigen Vorteil, den wir bei der Messe München bieten, ist der Zugang zu über 50 branchenspezifischen Fachmessen. Dadurch können wir die Hersteller nicht nur mit den Händlern und Konsumenten vernetzen, sondern stellen auch noch den Kontakt zu weiteren Branchen her. Damit stärken wir die Innovationskraft und Wettbewerbsfähigkeit innerhalb der Industrien.

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Die OutDoor by ISPO ist nur für Fachbesucher geöffnet. Laut Dittrich sind aber zeitgleich in Messenähe zahlreiche weitere Sport-Events geplant:


Klaus Dittrich, Vorsitzender der Geschäftsführung der Messe München

die Messe ist nur für Fachbesucher zugänglich, aber wir planen um die Messe herum eine ganze Reihe von Events für den Endverbraucher. Wir haben erste Gespräche mit Münchner Sportgeschäften gesprochen, wir wollen auch prominente Sportler einladen und wir planen auch ein Outdoor-Festival für den Endverbraucher in der Nähe des Messegeländes.

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Aktuelle O-Töne zur Premiere der OutDoor by ISPO auf dem Münchner Messegelände
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Erstmals öffnet die OutDoor by ISPO, Europas größte Outdoor-Messe vom 30. Juni bis 03. Juli 2019 auf dem Gelände der Messe München ihre Tore. Nach ihrem Weggang aus Friedrichshafen kommt die Messe mit einem neuem Konzept nach München zurück. In neun Hallen und auf dem angrenzenden Freigelände stellen mehr als 1.000 Aussteller aus 35 Ländern ihre Produkte für den Outdoorsport auf einer Gesamtfläche von fast 100.000 Quadratmetern vor. OutDoor by ISPO steht nicht nur für eine jährliche Fachmesse, sondern für eine ganzjährige, integrative und crossmediale Plattform für das internationale Branchenpublikum. Dazu der Vorsitzende der Geschäftsführung der Messe München, Klaus Dittrich:

Klaus Dittrich, Vorsitzender der Geschäftsführung der Messe München

die Branche ist nach 25 Jahren zurückgekehrt, die erste OutDoor by ISPO ist ein Start einer neuer Ära der gesamten Outdoor-Branche, weil wir sie in allen ihren Facetten zeigen wollen. Wir haben das Ganze verlängert mit einer Online-Plattform an 365 Tagen mit digitalen Services und der Möglichkeit eines umfangreichen Netzwerkes für die Branche.

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Klaus Dittrich, Vorsitzender der Geschäftsführung der Messe München

die positive Resonanz hat uns überrascht, das es eine breite Mehrheit für München gegeben hat, hat die Abstimmung gezeigt, dass wir aber seit der geplanten 6 Hallen nun 9 Hallen füllen ist ein toller Erfolg. Es sind insgesamt über 1.000 Aussteller aus 35 Hallen, die mit dem Freigelände eine Fläche von 100.000 Quadratmetern füllen.

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Wie individuell der Begriff „Outdoor“ mittlerweile definiert wird, zeigt die Vielfalt der Themen auf der OutDoor by ISPO. In zahlreichen Focus und Activation Areas werden einige von ihnen spezifisch aufbereitet und vertieft: In der Halle B4 wird urbane Outdoor-Fashion gezeigt. Im River Lake Camp in Halle C6 können in einem großen Indoor-Pool neue Produkte rund ums Thema Wasser ausprobiert werden. Im Shoe & Trailrunning Village in Halle A5 dreht sich alles rund um Outdoor-Schuhe. Für Reisen abseits vom Massentourismus gibt es in der Bikepacking Zone in der Halle C5 eine neue Anlaufstelle:


Klaus Dittrich, Vorsitzender der Geschäftsführung der Messe München

viele verstehen unter Outdoor das klassische Wanderequipment, aber mittlerweile ist es vielmehr, man braucht es für den Wassersport, beim Mountainbiken oder beim Trailrunning und vielem mehr. Alle diese Facetten, die Outdoor heute ausmachen, wollen wir auf der Messe abbilden. Es sind verschiedene Areas, wir haben dazu auch eine neue Form der Inszenierung gewählt; es ist nicht nur eine Aneinanderreihung von Messeständen, sondern die Präsentation ist viel offener und ansprechender. Es gibt zum Beispiel auch einen Bereich „The Boarderlands“, wo die Verschmelzung von Outdoor mit Streetwear und Mode gezeigt wird.

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Die OutDoor by ISPO ist eine reine Fachbesuchermesse, allerdings gibt es auch darüber hinaus für die Endkonsumenten zahlreiche Angebote während der Messelaufzeit:


Klaus Dittrich, Vorsitzender der Geschäftsführung der Messe München

wir haben bei der ISPO schon begonnen, haben es jetzt weiterentwickelt, die Messe zu nutzen, die mediale Aufmerksamkeit, die Endverbraucher zu begeistern für den Sport, sie heranzuführen an das Thema Outdoor. Es gibt ein reichhaltiges Programm mit dem Fachhandel, aber auch viele sportliche Events rund um die Messe in München und der Umgebung, in den Bergen.

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Rund 5,8 Milliarden Euro Umsatz im europäischen Outdoor-Markt – Nachhaltigkeit zentrales Thema der Branche
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Rund 5,8 Milliarden Umsatz hat die Outdoorbranche im vergangenen Jahr mit Bekleidung und Ausrüstung im europäischen Markt umgesetzt. Nach den Worten von Arne Strate, dem Generalsekretär des Branchenverbands European Outdoor Group (EOG) ist die Kauflust der Kunden demnach im Vergleich zum Vorjahr um ein Prozent gesunken, der Markt bleibt stabil auf hohem Niveau. Zur Outdoor-Branche zählen im Kern die Segmente Wandern, Klettern, Camping, Wassersport, Laufen sowie das Bergsteigen. Zuwächse gibt es laut Strate vor allem in den Sportarten Klettern und Bouldern. Im Vorjahr wurde nach den Zahlen der EOG Ausrüstung in einem Gesamtwert von rund 142 Millionen Euro verkauft. Diese Bilanz präsentierte der Verband zum Auftakt der OutDoor by ISPO, die nach ihrem Weggang aus Friedrichshafen in diesem Jahr in München ihre Premiere feiert:

Arne Strate, Generalsekretär der European Outdoor Group (EOG)

wir haben immer noch 5,8 Milliarden, es gab ein Prozent Einbußen europaweit. Das, was stark punkten konnte ist der Bereich Klettern, gerade Schuhe. Insgesamt hat der Markt in England und Irland dazugewonnen, aber der deutsche Markt ist gefallen, das schlägt sich natürlich stark nieder, da der deutsche Markt rund ein Viertel des gesamteuropäischen Marktes repräsentiert.

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Arne Strate, Generalsekretär der European Outdoor Group (EOG)

Deutschland ist in allen Segmenten des Outdoor-Bereiches top, gerade auch beim Klettern ist der Markt in Deutschland sehr stark gewachsen, generell gilt, dass der Outdoor-Bereich in Deutschland sehr groß ist.

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Eines der zentralen Themen der Branche auf der OutDoor by Ispo ist der Bereich Nachhaltigkeit:


Arne Strate, Generalsekretär der European Outdoor Group (EOG)

uns gibt es nur, weil es draußen die Natur gibt, und der einzige Grund, warum wir im Geschäft bleiben können ist , dass wir dazu beitragen, dass wir den Planeten nicht ruinieren. Wir machen viel, wir müssen aber noch mehr machen, um das Vertrauen der Kunden nicht zu enttäuschen.

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Arne Strate, Generalsekretär der European Outdoor Group (EOG)

alles weniger, alles besser, effizienter, mehr Umweltschutz. Wir müssen auch mehr Menschen dazu bewegen, mehr draußen zu machen. Wir sollten als Branche hier Verantwortung übernehmen. Es geht darum, mit den Regierungen zu sprechen, weil wenn wir alle zum klettern mit dem Auto fahren, klafft hier noch ein großes Loch. Es müssen Wege gefunden werden, wie mehr Menschen auf vernünftigem, nachhaltigem Wege am Outdoor-Erlebnis teilhaben können.

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Ein Unternehmen, bei dem Nachhaltigkeit schon seit vielen Jahren Teil der Firmenstrategie ist, ist Vaude. Dazu die Geschäftsführerin von Vaude Antje von Dewitz:


Antje von Dewitz, Geschäftsführerin Vaude

wir betrachten den gesamten Produktzyklus, in den Auswirkungen auf Mensch und Natur; wir fangen beim Design an, sagen, es muss so designt sein, dass es langlebig ist; dann die Materialien, wir sind seit 12 Jahren dran alles zu zertifizieren, damit wir die besten Materialien einsetzen, die am wenigsten Ressourcen verbrauchen. Auch wir produzieren in Asien, warum, weil 90 Prozent der Wertschöpfungskette in Asien stattfindet unabhängig vom Preis, unser Fokus liegt darauf, dort faire Arbeitsbedingungen zu schaffen. Dann kommt die Logistik, wir versuchen beispielsweise immer nur mit vollen Containern zu fahren. Wir schulen auch das Verkaufspersonal auf das Thema. Wir achten auch darauf, dass alle Materialien bei 30 Grad waschbar sind, dass man keine chemische Reinigung benötigt.

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Die Nachfrage nach nachhaltigen Produkten ist auch auf Verbraucherseite gestiegen und auch die Bereitschaft dafür einen höheren Preis zu bezahlen, so von Dewitz:


Antje von Dewitz, Geschäftsführerin Vaude

Menschen von heute möchten mit gutem Gewissen einkaufen, es ist aber nicht so, dass es alle wissen, aber die sich damit beschäftigen, kommen zu uns, wir sind eine Marke des Vertrauens geworden. Der Vorteil ist, dass wir ein Vorreiter sind und auch darüber viel berichtet wird und das Augenmerk auf Vaude gerichtet wird.

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CO2 einzusparen kann man laut von Dewitz auf der einen Seite mit recycelten Materialien, auf der anderen Seite aber auch durch den Einsatz von biobasierten Materialien. Das sei ein neues, aber sehr spannendes Feld:


Antje von Dewitz, Geschäftsführerin Vaude

wir haben eine Flasche aus 100 Prozent Zucker, wir haben eine Jacke aus Rizinusöl. Bei einer Kunstfaserjacke fängt man an, das Öl zu drillen und schießt CO2 in die Luft oder aber du pflanzt eine Rizinuspflanze, die wächst wie Unkraut und die bindet erst einmal CO2, und man nimmt das als Grundlage für ein neues Material.

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Daneben setzt Vaude aber auch darauf, Produkte langlebiger zu machen, beispielsweise durch Reparaturservices oder durch die richtige Pflege. Aber auch Upcycling-Projekte oder Mietausrüstungen komplementieren die nachhaltige Firmenphilosophie.