Command Control 2020

O-Ton-Pakete für Ihre Berichterstattung

Unser Hörfunk-Service zur Command Control 2020

Sie möchten über die Command Control 2020 im Radio berichten? Hier finden Sie alles, was Sie dazu brauchen!

Das Team vom Messeradio ist auch diesmal wieder auf der Command Control 2020 für Sie unterwegs, um die unterschiedlichsten Themen redaktionell zu bearbeiten. Wir bieten Ihnen alle Audiomaterialien, die Sie zur Produktion Ihres Beitrags brauchen. Hier im Downloadbereich stellen wir Ihnen kostenfrei unser Tonmaterial in Sendequalität (MP3) zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie uns über den Einsatz informieren.

Wenn Sie persönlich und direkt auf der Messe produzieren möchten, können Sie unser Hörfunkstudio im Pressezentrum West nutzen. In diesem, mit modernster Digitaltechnik ausgestatteten Studio, können Sie Ihre Beiträge bearbeiten, überspielen oder gleich live aus dem Studio senden.
Unser Technik-Team unterstützt Sie gerne direkt vor Ort.

Nachfolgend finden Sie Manuskripte und 9 O-Töne zum Download
München ist die sicherste Stadt in Deutschland – Cybersecurity-Summit Command Control auf dem Messegelände
PDF zum Thema als Download

Am 3. und 4. März 2020 findet in München im ICM der Cybersecurity-Summit, die Command Control, statt. Eines der zentralen Themen ist die Cybersicherheit von smarten Cities. Diese versprechen intelligente Steuerungsmechanismen für städtische Infrastrukturen und sollen dadurch den Lebenskomfort in Städten erhöhen sowie Ressourcen schonen. Das führt zu wachsender digitaler Interaktion und Vernetzung zwischen städtischer Infrastruktur, Menschen, Prozessen und Geräten. Damit wachsen gleichzeitig aber auch die Risiken, dass ein großangelegter Cyber-Angriff eine Stadt ins Chaos stürzen kann. Eine Umfrage der Command Control, der Cybersecurity-Index, unter rund 300 deutschen Entscheidern für Cybersicherheit hat ergeben, dass 75 Prozent die Politik bei diesem Thema zu stärkerem Eingreifen auffordern. Gleichzeitig halten 64 Prozent staatliche Sanktionen für eine der größten Bedrohungen im Zusammenhang mit Cyber- und Datensicherheit.

Dazu Professor Ulrike Lechner, die Inhaberin des Lehrstuhls für Wirtschaftsinformatik an der Universität der Bundeswehr München und Leiterin des Begleitforschungsprojektes Vernetzte IT-Sicherheit Kritischer Infrastrukturen (VeSiKi):

Prof. Ulrike Lechner, Inhaberin des Lehrstuhls für Wirtschaftsinformatik an der Universität der Bundeswehr München und Leiterin des Begleitforschungsprojektes Vernetzte IT-Sicherheit Kritischer Infrastrukturen (VeSiKi)

es deckt sich mit unseren Erfahrungen, dass sich die Notfallpläne nur auf die konventionellen Krisen beziehen, aber dass für Cybersicherheit noch etwas extra getan werden muss.

Tonspur abspielen

Prof. Ulrike Lechner, Inhaberin des Lehrstuhls für Wirtschaftsinformatik an der Universität der Bundeswehr München und Leiterin des Begleitforschungsprojektes Vernetzte IT-Sicherheit Kritischer Infrastrukturen (VeSiKi)

Tatsächlich ist es notwendig, dass sie erstellt werden. Da würde es an Aufklärung bedürfen. Wir zum Beispiel spielen sehr viel, wir führen den Spielern die Situation vor Augen, was passiert, wenn sie einem Angriff ausgesetzt sind. Es ist aufwendig, da würden wir uns mehr gesetzliche Vorgaben und Regelungen wünschen.

Tonspur abspielen

Die Stadt München ist ein wichtiges Testfeld für Smart-City-Projekte und wurde von der EU zur „Leuchtturmstadt“ ernannt. In Punkto Cybersicherheit sei München eine sehr sichere Stadt, erklärt Dr. Jörg Ochs. Er ist IT-Leiter der Stadtwerke München:


Dr. Jörg Ochs, Leiter IT der Stadtwerke München

das ist die sicherste Stadt in Deutschland. Wir dürfen uns beim Zusammenbruch des europäischen Verbundnetzes vom Netz trennen. Wir haben die Kapazität uns alleine am Laufen zu halten, wenn München ausfallen würde, es innerhalb von zwei Stunden wiederaufzubauen, und zwar mit dem Leitzachkraftwerk und dem Kraftwerk in Moosburg.

Tonspur abspielen

Dr. Jörg Ochs, Leiter IT der Stadtwerke München

es gibt bei uns für jedes System einen Verantwortlichen, für den Datenschutz; wir haben Architekten, wir nennen das Domaine, die kennen die Systeme, da drüber gibt es einen Architekten für das Gesamtbusiness, um daraus höherwertige Informationen zu machen.

Tonspur abspielen

Seiner Auskunft nach gibt es bei den Stadtwerken zwar in der jüngsten Vergangenheit mehr Cyperangriffe, allerdings sind weit über 90 Prozent eher harmlos:


Dr. Jörg Ochs, Leiter IT der Stadtwerke München

man merkt, dass sich die Anzahl mehrt, aber die Qualität hat sich nicht geändert. Über 90 Prozent davon sind Angriffe sind Script Kitty, die probieren Portskin durchzuführen. Oder sie versuchen über Schwachstellentools im Internet reinzukommen. Das sind die, die an der 1. bzw. 2 Hürde stehen bleiben; der Zweite ist der klassische IT-Hacker, der die klassischen Bürokomponenten im Blick hat, der schauen will, wie weit er kommt. Mittlerweile gibt es den einen oder anderen, der vom Knowhow her tiefer geht, der Richtung Prozessleitsysteme geht, das sind 2-3 im Jahr.

Tonspur abspielen

Das Risiko für einen Blackout in München schätzt Ochs daher als sehr gering ein:


Dr. Jörg Ochs, Leiter IT der Stadtwerke München

das Risiko in München ist gering, wir haben viele Tools mit denen wir Angriffe erkennen. Wir haben auch sogenannte SIAM-Systeme, die mit einer künstlichen Intelligenz sehen, ob in der 1. Stufe etwas passiert. Für den schlimmsten Fall haben wir auch noch den mechanischen Schalter, um die Prozessnetze vom Internet physikalisch zu trennen.

Tonspur abspielen

Neben sehr guten Cybersystemen wie bei der Stadt München, gibt es aber auch nationale Übungen, die durchgeführt werden. Eine solche Übung ist „Locked Shields“, die in 40 Nationen gleichzeitig stattfindet. Ziel ist es, Angriffe auf komplexe Computernetzwerke und IT-Informationstechnik-Systeme abzuwehren, erläuterte Franz Lantenhammer, der stellvertretende Direktor und Chief of Staff des NATO Cooperative Cyber Defence Centre of Excellence in Tallinn:


Franz Lantenhammer, stellv. Direktor und Chief of Staff des NATO Cooperative Cyber Defence Centre of Excellence (CCDCOE), Tallinn

bei der Übung nutzen wir die Möglichkeit in einer abgesicherten Umgebung, in einem digitalen Truppenübungsplatz, mit den nationalen Cyperdefense-Teams ihre eigenen Prozesse und Verfahren zu üben, um bei einem Angriff mit ihren Partnern Prozesse durchzuführen, die Systeme zu schützen und in Betrieb zu halten.

Tonspur abspielen

Franz Lantenhammer, stellv. Direktor und Chief of Staff des NATO Cooperative Cyber Defence Centre of Excellence (CCDCOE), Tallinn

die Verfahren werden immer besser, es verändert sich die Technologie, was wir auch versuchen ist, dass wir jedes Jahr neue Systeme mit einbinden in die Übung, um den Nationen die Möglichkeit zu geben, mit der neuen Technologie vertraut zu werden.

Tonspur abspielen

Für die Branche, so Professorin Lechner sind neben solchen Übungen aber auch Veranstaltungen wie die Command Control enorm wichtig:


Ton Prof. Ulrike Lechner, Inhaberin des Lehrstuhls für Wirtschaftsinformatik an der Universität der Bundeswehr München und Leiterin des Begleitforschungsprojektes Vernetzte IT-Sicherheit Kritischer Infrastrukturen (VeSiKi)

die Zusammenarbeit, die Aufklärung sind sehr wichtig und der Austausch, gerade auf der Command Control gibt es viele tolle Veranstaltungen, eine große Vielfalt, die zum Nachdenken anregt und da tun wir viel für die Sicherheit.

Tonspur abspielen