ISPO Munich 2019

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Aktuelle O-Töne von der Hauptpressekonferenz zur ISPO Munich 2019
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Vom 3. bis 6. Februar 2019 dreht sich auf dem Münchner Messegelände alles rund um das Thema Sport. Auf der weltweit größten Multisegment-Messe der Sportartikelindustrie, der ISPO Munich werden über 2.900 Aussteller aus mehr als 100 Ländern erwartet. Alle 18 Messehallen sind belegt. Mit den beiden neuen Hallen C5 und C6 bekommt das erst 2018 erweiterte Hallenkonzept noch mehr Raum für Produkte, Innovationen und Inspiration:

Klaus Dittrich, Vorsitzender der Geschäftsführung Messe München;

in dem Winter kann die Stimmung nur gut sein, die Branche verzeichnet im Januar Zuwachsraten, aber die ISPO ist ja nicht nur Wintersport. Wir haben in diesem Jahr 2.943 Aussteller, das sind 5 Prozent mehr als im Jahr 2018. Die beiden neuen Hallen sind belegt, damit ist die ISPO größer denn je.

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Zu den Trendthemen und Highlights gehören in diesem Jahr:


Klaus Dittrich, Vorsitzender der Geschäftsführung Messe München;

neben dem Wintersport und dem was dazugehört wie Skier, Snowboards und Bekleidung, spielt das Outdoor-Segment eine große Rolle; das Thema Gesundheit und Fitness hat immer mehr Bedeutung und die letzten Jahre gewinnt auch der Bereich Textilien an Qualität und Umfang; gemeint sind damit neuartige Textilien, die recycelbar sind und dabei wasserabweisend bis hin zu Fasern, die zu leuchten anfangen, wenn es dunkel wird.

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Im Vorfeld der ISPO Munich ist die Stimmung in der Branche gut, erklärt Stefan Herzog, Generalsekretär des Verbands des Deutschen Sportfachhandels (VDS):


Stefan Herzog, Generalsekretär Verband des Deutschen Sportfachhandels (VDS);

die Stimmung ist sensationell, das ist natürlich getrieben von dem sensationellen Winter, dieser bedeutet hohe Umsätze für den Sportfachhandel.

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Die Zahlen für das vergangene Jahr sind allerdings etwas verhalten. Nach Worten von Herzog stieg der Umsatz im Sportfachhandel leicht um ein Prozent und lag 2018 bei rund acht Milliarden Euro:


Stefan Herzog, Generalsekretär Verband des Deutschen Sportfachhandels (VDS);

die Zahlen sind nur um knapp zwei Prozent gestiegen auf acht Milliarden. Wir sehen einige Anteile abwandern zu den großen Internetportalen. Außerdem muss man sagen, dass das Sommerhalbjahr mit dem guten Wetter schwierig war, weil da die Menschen lieber am See saßen als einkaufen zu gehen.

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Etwas Sorgen bereiten Herzog zwei Tendenzen im Sportfachhandel. Herzog spricht von einem Strukturwandel:


Stefan Herzog, Generalsekretär Verband des Deutschen Sportfachhandels (VDS);

zum einen die großen Internethändler einerseits, die sehr gute Umsätze machen, zum anderen sehen wir die Tendenzen der großen Marken, die eigene Shops aufmachen und eigene Internetseiten betreiben. Das sind Umsätze, die dem Sportfachhandel erst einmal fehlen.

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Ein wichtiges Thema auf der ISPO Munich ist die Digitalisierung, die auch vor der Sportartikelbranche nicht Halt macht. Diese bietet den Herstellern von Sportartikeln neue Möglichkeiten:


Klaus Dittrich, Vorsitzender der Geschäftsführung Messe München;

durch die Digitalisierung ergeben sich Möglichkeiten, Produkte einzigartig auf den Kunden anzupassen. Das kennt man schon z.B. beim Skischuh, der angepasst wird. Aber jetzt mit Hilfe des 3D-Drucks mit künstlicher Intelligenz kann man die Körpermaße exakt erfassen, aber auch die Leistungsfähigkeit von Sportgeräten direkt erfassen und sie individuell auf den Sportler anpassen wie zum Beispiel Skier.

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Der Verband hat in diesem Zusammenhang den sogenannten VDS Digital Fitness Check ins Leben gerufen und präsentiert die Initiative zum ersten Mal auf der ISPO Munich:


Stefan Herzog, Generalsekretär Verband des Deutschen Sportfachhandels (VDS);

der VDS wird ab der ISPO seinen Händler unterstützen bei seinem Weg in die Digitalisierung und zwar mit dem „VDS Digital Fitness Check“; hier können wir alle Dimensionen bei einem Händler abchecken in einem Selbsttest und danach Handlungsempfehlungen aussprechen. Das reicht von einer Strategieberatung bis hin zu einer Online-Marketingstrategie.

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Gewachsen ist in diesem Jahr auf der ISPO Munich auch der Bereich Health und Fitness, zwei Hallen sind hier belegt. Dieses Segment boomt auch weiterhin:


Ralph Scholz, erster Vorsitzender des Deutschen Industrieverbands für Fitness und Gesundheit (DIFG) e.V.;

das ist ein absoluter Wachstumsmarkt, und die ISPO bildet das gut ab, wenn man das in Health & Fitness hier bündelt. Wir reden beim Thema Fitness über das Thema Bewegung, da gehört auch Reha und Prävention dazu.

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In diesem Jahr gibt es auch wieder eine ISPO Munich Sport Week, die bereits im vergangenen Jahr sehr gut angenommen wurde:


Klaus Dittrich, Vorsitzender der Geschäftsführung Messe München;

die ISPO ist und bleibt eine Fachmesse, aber wir wollen dem Interesse der Bevölkerung Rechnung tragen und die Sportbegeisterung wecken und fördern. Wir haben im letzten Jahr begonnen die ISPO Munich Sport Week zu initiieren. Dieses Jahr sind es über 130 Veranstaltungen von Plogging-Lauf, bei dem man joggend Müll sucht, bis hin zu einem Workshop zum Thema Lawinenkunde oder ein Schrauberworkshop am eigenen Rad.

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80.000 Besucher in 18 Messehallen auf der ISPO MUNICH 2019
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Rund 80.000 Besucher strömten an vier Messetagen zur ISPO MUNICH, der weltweit größten Messe der Sportartikelindustrie. Über 2.900 Aussteller aus mehr als 50 Ländern zeigten erstmals in 18 Messehallen die neuesten Produkte und Trends aus allen Bereichen des Sports. Der Vorsitzende der Geschäftsführung der Messe München, Klaus Dittrich ist mit diesen Zahlen sehr zufrieden:

Klaus Dittrich, Vorsitzender der Geschäftsführung der Messe München;

wir hatten auf der ISPO 2019 wieder 80.000 Besucher aus 120 Ländern der Welt zu Gast. Das ist eine starke Frequenz. Die Stimmung in den Hallen wurde beflügelt durch den tollen Winter, den wir im Moment haben. Wobei der eine oder andere bei der Anreise doch Herausforderungen zu bewältigen hatte.

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Erstmals waren auch die beiden neuen Messehallen C5 und C6 belegt:


Klaus Dittrich, Vorsitzender der Geschäftsführung der Messe München;

wir hatten in den neuen Hallen vor allem das Thema ISPO Digitize gespielt, das Thema e-Sports haben wir zum ersten Mal gebracht, das sehr gut angenommen wurde; ich glaube, das ist eine Riesenchance für den Handel, die jüngere Zielgruppe anzusprechen und letztlich vielleicht auch anzuregen, mehr Sport zu machen.

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Zu den weiteren Themen auf der ISPO 2019 gehörten Nachhaltigkeit bei Sportprodukten sowie die Digitalisierung, die auch vor der Sportartikelbranche nicht Halt macht:


Klaus Dittrich, Vorsitzender der Geschäftsführung der Messe München;

das Thema Nachhaltigkeit nimmt an Bedeutung zu. Die Menschen haben verstanden angesichts der starken klimatischen Schwankungen, dass wir uns alle um die Umwelt kümmern müssen. Es sind viele Produkte gezeigt worden, die aus recyceltem Plastik hergestellt worden sind oder die, wenn sie nicht mehr gebraucht werden, umweltverträglich entsorgt werden können.

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Klaus Dittrich, Vorsitzender der Geschäftsführung der Messe München;

die Digitalisierung treibt alle um. Die Frage besteht, welche Rolle dabei der Fachhandel spielt, wenn ich viele Produkte online bestellen kann. Aber es geht auch darum, welche Chancen die Digitalisierung der Branche bietet, den Kunden anzusprechen, auch individuell auf den Kunden zugeschnittene Produkte auf den Markt zu bringen.

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Für die nächste ISPO im Jahr 2020 geht Dittrich davon aus, dass neben der Digitalisierung vor allem auch das Thema Individualisierung von Sportartikeln noch wichtiger werden wird:


Klaus Dittrich, Vorsitzender der Geschäftsführung der Messe München;

ich glaube persönlich, dass das Thema Digitalisierung noch stärker werden wird. Wir haben die Situation, dass in China 75 Prozent aller Sportartikel online bestellt werden Da muss der Fachhandel überlegen, wie er darauf reagiert. Man muss kreativ sein, die Kunden über die sozialen Medien ansprechen und die Beratungskompetenz ausspielen. Ich glaube, dass das Thema Individualisierung immer reifer wird, dass jeder im Grunde nicht nur Skischuhe oder Skier, sondern auch die gesamte Bekleidung auf seine eigenen Bedürfnisse anfertigen lassen kann.

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Ein fliegendes LVS-Gerät, Kinderprotektor mit Alarmfunktion und airbagähnliche Protektoren – Produkte die den Wintersport sicherer machen
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Gerade in den letzten Tagen und Wochen, angesichts der starken Schneefälle in den Alpen und der damit teilweise sehr hohen Lawinengefahr, rückt das Thema Sicherheit am Berg wieder stärker in den Fokus. Wer sicher unterwegs sein will, sollte Warnungen ernst nehmen und sich nicht leichtsinnig abseits der Pisten bewegen. Zwingend notwendig ist zudem die richtige Ausrüstung. Auf der ISPO Munich zeigen Hersteller aus der ganzen Welt, wie der Wintersport durch das entsprechende Equipment sicherer gemacht werden kann. Ein fliegendes LVS-Gerät für Skitouren stellt Bluebird Mountain mit PowderBee. Die kleine gelbe Drohne ist für die Feinsuche im Unglücksfall gedacht. In wenigen Sekunden wird so die Suche nach Lawinenverschütteten autonom aus der Luft unterstützt.

Konstantin Koller, Brandmanager bei Bluebird Mountain;

Powderbee sieht aus wie eine Biene, sie hat vorne eine ausziehbare Antenne, mit der wir das LVS-Signal finden können, sie hat vier Rotoren und ein einziges Bedienelement und zwar einen Knopf. Im Lawinenfall richte ich die Drohne in die Richtung, wo ich die verschüttete Person vermute, drücke den Startknopf und die Drohne fliegt autonom in diese Richtung los. Sie fliegt das Suchmuster ab, ist viermal so schnell wie man es manuell wäre. Dann landet sie in einem Radius von etwa fünf Metern um die verschüttete Person herum, von da aus kann ich dann die Feinsuche beginnen.

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Powderbee ist mit Akku rund 500 Gramm schwer und passt nach Worten von Koller in jeden Rucksack. Derzeit gibt es bereits Prototypen, in rund zwei Jahren soll die Marktreife erreicht werden. Für Powderbee gab es in diesem Jahr einen ISPO BrandNew Award.

Black Diamont zeigt die Weiterentwicklung des Lawinenrucksacks JetForcePro. Er ist kleiner und leichter als sein Vorgänger und bietet Bluetooth-Funktionen für einfache Updates. Nach der Aktivierung befüllt ein batteriebetriebenes Gebläse des JetForce einen 200-Liter-Airbag. Möglich machen das ein eingebauter Ventilator und eine Ionenbatterie. Dieser Vorgang benötigt den Angaben nach nur 3,5 Sekunden:


Christian Lehmann, Marketing-Manager bei Black Diamond;

der große Vorteil ist, dass du aus der Umgebungsluft das Volumen des Airbag füllst, nach drei Minuten haben wir die Möglichkeit, wenn nach Statistiken die Lawinen zum Stehen gekommen ist, einen Rückwärtsgang einzulegen und die Luft wieder aus dem Airbag herausgeben; entweder der Verschüttete hat dadurch Luft um zu atmen, und du kannst in der Lawine durch das Herauslassen der Luft mehr Bewegungsfreiheit bekommen.

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Christian Lehmann, Marketing-Manager bei Black Diamond;

andere Systeme arbeiten mit einem Luftstoß, wir geben hier die ersten drei Sekunden Vollgas, dann erhält er in den weiteren sechs Sekunden noch weiter Luft, bis er voll ist; weitere 60 Sekunden gibt es immer wieder Luftstöße, das hat den Vorteil, wenn man durch ein Waldstück gezogen wird, durch Gestrüpp, und der Airbag wird beschädigt, macht das dann nichts aus, die Luft entweicht dennoch nicht, zudem besteht der Airbag auch aus einem Material, das auch in den Auto-Airbags verwendet wird.

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Für den neuartigen Lawinenrucksack gab es in diesem Jahr einen ISPO Award. Im Handel ist er für rund 1.100 Euro zu haben.

Einen neuen Skihelm für Kinder, der sich nach dem Herunterfallen auf den Boden selbst wieder repariert, präsentiert Rossignol. Möglich macht das die sogenannte Impact-Technologie erklärt Katharina Seifert, PR-Managerin für Rossignol:


Katharina Seifert, PR-Managerin für Rossignol;

jeder weiß, dass im Falle eines Sturzes der Helm ausgetauscht werden muss, aber der Helm kann herunterfallen und es kann zu kleinen Beschädigungen führen und den Helm nicht mehr sicher machen. Die Impact-Technologie funktioniert wie ein Form-Gedächtnis und der Helm kommt automatisch wieder in seine ursprüngliche Form.

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Außerdem ist der orangefarbene Helm mit einem Blinklicht ausgestattet, damit Kinder auch bei schlechten Sichtverhältnissen auf der Piste besser gesehen werden. Er kostet rund 60 Euro im Handel.

Dainese stellt auf der ISPO Munich innovative Schutzwesten vor, die wie Airbags funktionieren. Sie sind intelligent, ausgestattet mit speziellen Sensoren. Sie funktionieren wie Airbags im Auto und zwar nur im Falle eines Aufpralls:


Danielle Reiff, Pressesprecherin bei Dainese;

es ist ein schlaues System. Enthalten ist ein GPS-System. Hier wird erkannt, wenn der Fahrer die Kontrolle verliert, dann löst sich bevor man stürzt, der Airbag aus. Das Sysgtem ist so intelligent, dass es auch erkennt, wenn der Fahrer die Kontrolle nur kurz verliert und nicht stürzt, dann wird es auch nicht ausgelöst.

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Danielle Reiff, Pressesprecherin bei Dainese;

das ist ein Hartschalenrückenprotektor, darin ist das Hirn enthalten für die Weste, die den Oberkörper, die Rippen und die Schulter schützt. Die Weste hat einen Reisverschluß. Die Weste wird im Moment schon von Spitzenathleten verwendet, ab kommenden Winter ist sie auch für normale Skifahrer erhältlich. Sie kostet 1.499 Euro, der Airbag ist austauschbar und kostet 499 Euro.

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Sportartikel von Frauen für Frauen gemacht
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Nach den Zahlen einer aktuellen Umfrage produzieren mehr als die Hälfte aller Unternehmen der Sportartikelbranche inzwischen spezifische Produkte für Frauen. Allerdings entscheiden bei nur 22 Prozent der Firmen die Frauen darüber, was genau produziert wird. Nach Worten Klaus Dittrich, dem Vorsitzenden der Geschäftsführung der Messe München könnten sich die Firmen noch besser auf die Zielgruppe einstellen, in der ein großes Wachstumspotential gesehen wird.
Ein Label, das bereits seit vielen Jahren Sportprodukte nur für Frauen anbietet, kommt aus Norwegen. Kari Traa wurde vor 16 Jahren von der gleichnamigen Freestyle-Skifahrerin gegründet. Angefangen hat es mit selbstgestrickten Mützen. Inzwischen stellt Kari Traa die unterschiedlichsten Sportartikel für Frauen her - von Socken bis hin zu Winterjacken, wobei jedoch ein Hauptaugenmerk auf funktionelle und stylische Unterwäsche gelegt wird. Johanna Hills-Johnes ist Chefdesignerin bei Kari Traa und weiß, welche speziellen Bedürfnisse Frauen an Produkte stellen:

Johanna Hills-Johnes; Chefdesignerin bei Kari Traa;

wir haben mehr Kurven, wir frieren mehr, wir schwitzen anders als Männer; wir brauchen andere Stoffe, es soll sich gut anfühlen und auch funktionieren. Man sieht etwas und dann fühlt man, dann muss es den richtigen Schnitt haben, die richtige Farbe, dann hat man ein tolles Produkt, das gefühlt von Frauen für Frauen gemacht ist.

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Diese Firmenphilosophie kommt bei der Zielgruppe an. Seit der Gründung ist das Unternehmen stetig gewachsen, im Moment soll vor allem in den amerikanischen Markt expandiert werden. Obwohl bei Kari Traa auch Männer arbeiten, steht die Frau bei der Produktentwicklung stets im Fokus:


Johanna Hills-Johnes; Chefdesignerin bei Kari Traa;

wir haben viele Männer, die bei uns mitarbeiten, im Vordergrund steht aber immer, ist es wichtig für eine Frau, wenn nicht, ist das Produkt nichts für uns. Wir brauchen keine Booklets mit technischen Daten zu einem Produkt. Das ist für uns, für unsere Philosophie des Unternehmens nicht wichtig.

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Auch beim Unternehmen Deuter, Spezialist für Ruck- und Schlafsäcke werden die Produkte für Frauen von Frauen mitgestaltet. Seit 2006 bietet Deuter spezielle Rucksäcke für Damen an. Ein eigenes beratendes sogenanntes SL-Damenteam ist wichtiger Bestandteil bei der Entwicklung der Produkte. Diesem gehört auch Angela Vögele, die Pressesprecherin von Deuter an:


Angela Vögele, Pressesprecherin bei Deuter;

SL bedeutet, dass wir die Produkte für Frauenkörper spezifisch ausgerichtet haben wie zum Beispiel schmälere Schulterträger, ein kürzerer Rücken oder konische Hüftflossen. In diesem Team sind insgesamt 12 Damen, externe und interne Damen, die bei Deuter arbeiten, aber auch Profisportler wie die Gerlinde Kaltenbrunner, aber auch Grafikerinnen, aber auch Verkäuferinnen aus dem Sportfachhandel. Wir entwerfen, designen und prüfen die Produkte.

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Angela Vögele, Pressesprecherin bei Deuter;

man denkt immer, dass die Frauen nur auf die Farbe schauen, das ist schon wichtig, aber gerade bei einem Rucksack ist das Wichtigste die Passform. Er muss angenehm sein, das Gewicht darf nicht zu spüren sein.

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Angela Vögele, Pressesprecherin bei Deuter;

wir bekommen viel Rückmeldung, aber nur die Menschen, die sich damit auseinandersetzen wissen, dass Deuter Frauenprodukte hat. Das ist die Aufgabe des Sportfachhandels, der das den Damen zeigt, dass die Passformen von Frauen andere sind als die von Männern.

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Die bekannte Extrembergsteigerin Gerline Kaltenbrunner aus Österreich ist auch im Deuter SL-Damenteam und von der Mitgestaltung an den Produkten begeistert:


Gerlinde Kaltenbrunner, Extrembergsteigerin aus Österreich;

nicht nur bei mir als Profibergsteigerin, der Rucksack soll jeder Bergsteigerin passen. Aber bei mir ist es schon so, dass es viel ausmacht, wenn ich wochenlang unterwegs bin, jeden Tag einen schweren Rucksack umhängen hab, da muss der wirklich 100 Prozent passen, deswegen ist es umso schöner, dass ich hier mitwirken kann. Die Passform, die Schultergurte, der Hüftgurt, dass muss richtig sitzen.

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Zielgruppe Frauen stärker denn je im Fokus der Sportartikelindustrie
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Gendermarketing ist in den Köpfen der Händler und Marken mittlerweile auf breiter Basis angekommen. Es gibt inzwischen viele Produkte, die unter Mitwirkung von Frauen für Frauen konzipiert werden. Gendermarketing im Speziellen geht davon aus, dass Frauen andere Konsumbedürfnisse haben als Männer und ihre Kaufentscheidungen ebenfalls anders fällen, als das vermeintlich starke Geschlecht. Entsprechend diesen Bedürfnissen greifen zahlreiche Unternehmen der Sportartikelbranche inzwischen geschlechterspezifische Marketingstrategien auf und bieten Produkte an, die speziell für Frauen gemacht sind. Dazu gehört es auch, Einkaufserlebnisse speziell für Frauen zu schaffen:

Klaus Dittrich; Vorsitzender der Geschäftsführung der Messe München;

es ist sehr spannend, die Hälfte der Hersteller, die wir bei einem Survey befragt haben, haben Produkte für Frauen, aber nur in 22 Prozent der Firmen entscheiden Frauen, was produziert wird; wir glauben, dass wenn mehr Frauen in Führungspositionen kommen, können sich die Firmen noch besser auf die Zielgruppe einstellen, in der ein großes Wachstumspotential gesehen wird.

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Auf der ISPO Munich können sich Branchenvertreterinnen und -vertreter in der "Womens Lounge" über diese Themen austauschen und Kontakte knüpfen. Sie zeigen, wie sich die Welt der weiblichen Sport Professionals in den letzten Jahren entwickelt hat und was die Zukunft bereithält:


Klaus Dittrich; Vorsitzender der Geschäftsführung der Messe München;

wir haben eine eigene „Womens lounge“, wir haben zum ersten Mal unser Frauennetzwerk „Frauen verbinden“ aktiviert, ein Pürogramm zusammenzustellen mit Vorträgen und Diskussionsrunden, auch über den Sport hinaus. Es sind beispielsweise mit dabei der Chef für das deutschsprachige Geschäft in Europa von Hugo Boss oder jemand von Microsoft, um die Themen, die damit verbunden sind, den Besuchern nahe zu bringen.

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Dass auch im Sportfachhandel immer mehr Produkte für Frauen nachgefragt werden, kann auch Stefan Herzog, der Generalsekretär des Deutschen Sportfachhandels bestätigen:


Stefan Herzog, Generalsekretär Verband des Deutschen Sportfachhandels (VDS);

es gab lange Jahre ein Motto und der Sportbranche, „Shrink it and pink it“, das ist aber nicht das, was eine Frau möchte. Außerdem wird das der Frau als Sportlerin nicht gerecht. Seit einigen Jahren haben wir die Tendenz, dass die Industrie spezielle Produkte für Frauen entwickelt, die sehr gut angenommen werden. Die Zahlen sagen aus, dass die Frauen überdurchschnittlich Geld für Produkte ausgeben, und überdurchschnittlich viel stationär die Beratungsleistungen in Anspruch nehmen und auch neue Sportarten aufmachen wie Yoga.

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Auf der ISPO Munich sind 2019 viele frauenspezifische Produkte zu sehen. Bei Fischer gibt es Skier, Schuhe und Helme für die Damen:


Christian Heise, Produktmanager bei Fischer;

wir haben das die letzten Jahre stark gesehen, dass das Damensegment immer stärker wächst und auch hier bestimmte Dinge gefordert werden. Beim Skischuh haben wir Segmente wie für die sportliche Dame, die auf dem gleichen sportlichen Level ist wie die Herren bis hin zu der Dame, die ein Produkt für sich mit einer bestimmten Performance bzw. einem bestimmten Design sucht.

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Für Damen stehen laut Heise bei der Produktauswahl andere Dinge im Vordergrund als bei Herren:


Christian Heise, Produktmanager bei Fischer;

das Produkt muss einfach zu händeln sein, es muss leicht sein bei Skischuhen bis zu den Schuhen und es muss ansprechend sein, aber als erstes steht die Passform und die Performance.

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Auch Maximilian Thurner, Marketingmanager bei Head bestätigt diese Entwicklung des Frauensegmentes für sein Unternehmen. Hier wirken Frauen entscheidend bei der Produktentwicklung mit:


Maximilian Thurner, Marketingmanager bei Head;

man macht sich da Gedanken drüber, unser Ansatz ist schon, dass man Damen dabei hat, die bei der Produktgestaltung mitsprechen. Wir wollen natürlich ansprechende Produkte machen, und hier denke ich, dass die professionellen Fahrerinnen gleich wie die Anfängerinnen die gleichen Herausforderungen an Produkte haben wie die Herren. Wir bieten beispielsweise Helme in einer Unisex-Kollektion an, aber auch Spezielle für Damen, die auch Designs und Features bringen, die speziell für diese Zielgruppe entwickelt werden.

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Abbaubare Synthetikfasern, Schlafsack aus Naturmaterialien und Innenschuhe aus recycelbaren Materialien – nachhaltige Produkte weiterhin auf dem Vormarsch
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Ein Trend, der die Sport-und Outdoor-Industrie bereits seit vielen Jahren begleitet, ist die Herstellung nachhaltiger Produkte. Zahlreiche Marken sind sich ihrer Verantwortung bewusst, sie haben einen nachhaltigen Herstellungsprozess bei sich verankert und verkaufen nachhaltige Produkte. Bei PrimaLoft können erstmals Synthetikfasern biologisch abgebaut werden. Dazu erklärt Jochen Lagemann, Geschäftsführer bei Primaloft für Europa und Asien:

Jochen Lagemann, Geschäftsführer bei Primaloft für Europa und Asien;

zum einen arbeiten wir schon seit 12 Jahren daran, den recycelten Teil erhöhen, wichtig ist für uns dabei, dass die Performance, also die Leistung gleich bleibt. Das nächste ist, wenn die Produkte recycelt werden, aber irgendwann ist der Lebenszyklus zu Ende. Da sind wir einen Schritt weiter gegangen, dass wir die erste Isolation, die biologisch abbaubar ist in Deponien und im Meer.

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Jochen Lagemann, Geschäftsführer bei Primaloft für Europa und Asien;

in diesen marinen Umgebung gibt es Mikroorganismen, die diese biologischen Abbauprozesse vorantreiben, für die ist Polyester gar nicht so lecker, daher haben wir einen Zucker entwickelt, eine zusätzliche Ausrüstung des Materials, die sehr lecker ist für diese Mikroben; diese fressen dann vermehrt das Material und beschleunigen so den Abbauprozess.

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Auch bei NORDICA aus Italien ist das Thema Nachhaltigkeit bereits angekommen. Mehr als 80 Prozent der Primaloft-Innenschuhe aus recycelten PET-Flaschen hergestellt, erklärt Alexander Mericka, Marketing Manager für Österreich bei NORDICA:


Alexander Mericka, Marketing Manager für Österreich bei NORDICA;

bei den Skischuhen verbauen wir Innenschuhe mit Primaloft-Material und das wird aus recycelten PET-Flaschen hergestellt. Das Zweite ist, unser Innenschuh ist aus Kork und wird aus recycelten Korken hergestellt.

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Alexander Mericka, Marketing Manager für Österreich bei NORDICA;

es ist ein Ansatz, wir bemühen uns nicht nur bei der Produktherstellung, auch bei der Verpackung. Die Lieferungen nach Amerika werden beispielsweise nicht in einzelnen Verpackungen, sondern in größeren Slots verschickt.

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Grüezi bag präsentiert den, nach eigenen Angaben, natürlichsten Schlafsack aller Zeiten: den „Biopod DownWool Nature“. Von der Verpackung bis zum letzten Knopf besteht der Schlafsack aus 100 Prozent Naturmaterialien, erklärt der Firmengründer Markus Wiesböck:


Markus Wiesböck, Gründer von Grüezi bag;

das Herzstück ist die Füllung, wir haben hier die Daune mit Wolle verbunden. Dadurch bekommt man ein gutes Schlafklima, die Wolle zieht Feuchtigkeit aus Schlafsack raus, dann wird es wärmer und umgekehrt. Dann haben wir die Daune, die isoliert. Das ist ein kleiner Bereich, weil das Produkt ist komplett zu 100 Prozent Natur. Wir haben verschiedene Baumwollarten mit drin, Wolle, Daune, Olivenholzknöpfe, es gibt keinen Schlafsack, aber man kann die Breite verstellen.

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Markus Wiesböck beschäftigt sich beruflich schon seit vielen Jahren mit Schlafsäcken. Bis der „Biopod DownWool Nature“ allerdings verkaufsreif war, ging viel Zeit ins Land, wie er berichtet:


Markus Wiesböck, Gründer von Grüezi bag;

es war endlos schwer. Das Problem war, Daune mit Wolle zu vermischen, vor allem, wenn man das Material wäscht. Wir haben viele technische Verfahren ausprobiert, damit diese Mischung funktioniert. Es war auch kostspielig, weil ich habe keinen Geldgeber, aber wir haben es hinbekommen und hoffen jetzt, dass es sich auch auszahlt.

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Der Schlafsack kostet im Handel rund 400 Euro und wurde in diesem Jahr mit dem ISPO Award „Product of the year“ ausgezeichnet.

Die Firma Holmenkol stellt auf der ISPO das erste biozertifizierte und zu 100 Prozent abbaubare Skiwachs vor. Dazu Florian Pupp, Sales Manager für Deutschland bei Holmenkol:


Florian Pupp, Verkaufsmanager bei Holmenkol;

das sind Skiwachse, die biologisch abbaubar sind, in 30 Tagen sind 60 Prozent abgebaut. Das sind Universalprodukte, unabhängig von Material und Schnee. Das ist wie herkömmliches Skiwachs, ist aber von den Inhaltsstoffen so optimiert, dass sie sich abbauen lassen.

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Florian Pupp, Verkaufsmanager bei Holmenkol;

alle unsere Verpackungen sind beim dualen System angemeldet. Wir geben den Verbrauchern die Möglichkeit, die Verpackungen beim Händler abzugeben, wir recyceln sie dann beziehungsweise befüllen sie wieder.

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Acroyoga in der Luft und Arbeiten & Sport gleichzeitig – Fitness und Health2019 in zwei Messehallen
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Aktuelle Studien der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zeigen, dass Bewegungsmangel ein globales Problem ist. Bewegung ist wichtig, stärkt den Körper, fördert das Wohlbefinden und hält letztlich gesund. Dass Fitness stark im Trend liegt und sich immer mehr Menschen dafür begeistern, berichtet Ralph Scholz, erster Vorsitzender des Deutschen Industrieverbands für Fitness und Gesundheit (DIFG) e.V.:

Ralph Scholz, erster Vorsitzender des Deutschen Industrieverbands für Fitness und Gesundheit (DIFG) e.V.;

das ist ein absoluter Wachstumsmarkt, und die ISPO bildet das gut ab, wenn man das in Health & Fitness hier bündelt. Wir reden beim Thema Fitness über das Thema Bewegung, da gehört auch Reha und Prävention dazu.

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Ralph Scholz, erster Vorsitzender des Deutschen Industrieverbands für Fitness und Gesundheit (DIFG) e.V.;

wenn wir über die Anzahl der Aktiven sprechen ist Fitness schon seit Jahren die wichtigste Sportart, die sich komplett selbst finanziert, wir sind nicht von Subventionen abhängig, um wirtschaftlich erfolgreich arbeiten zu können. Wir haben in der Sportart Nummer eins, wir erwirtschaften rund 5,3 Milliarden Euro, mit dem wir die Anlagen finanzieren, beim Fußballbereich sind es rein von den Vereinen her 540 Millionen Euro, damit könnte man die Anlagen nicht betreiben als Wirtschaftsunternehmen. Wir erzeugen die Wertschätzung über unser Angebot.

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Ralph Scholz, erster Vorsitzender des Deutschen Industrieverbands für Fitness und Gesundheit (DIFG) e.V.;

wenn wir über Trends sprechen, dann geht es vor allem um Selbstoptimierung, wir haben das Thema der Inszenierung, sie wollen es in einer Art Lifestyle-Ambiente tun. Außerdem ist es wichtig, die eigene Attraktivität zu erhöhen und das Kleingruppentraining ist auch sehr angesagt.

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Auf der ISPO Munich2019 wird deshalb ein Schwerpunkt auf das Thema Fitness und Health gelegt. In diesem Jahr gibt es mit den Hallen A5 und A6 zwei Bereiche, auf denen von Crossfit bis zum Urban Running die vielfältigen Bereiche der Fitness-und Healthbranche thematisiert werden. Weiterhin stark im Trend ist Yoga. Außerdem können Besucher “fliegende Asanas” oder “AcroYoga” live miterleben – eine neue Form von Partneryoga, das Elemente vom Boden in die Luft bringt. Im Fitnesssegment sind aber auch zahlreiche neue Produkte aif der ISPO Munich zu sehen, wie beispielsweise die voll integrierte Smarttech-Bekleidung von diPulse für neuromuskuläre Elektrostimulation (NMES). Es stimuliert bestimmte Muskelbereiche vom Aufwärmen bis zur Regeneration. Wie das Gerät funktioniert, erklärt Heiko van Vliet, Aftermarket Direktor:


Heiko van Vliet, Aftermarket Direktor bei diPulse;

Muskeltraining durch kleine Impulse gibt es schon lange, wir haben das komplett in einen Vollanzug, eine Hose und ein Shirt, integriert, man muss sich nicht mehr darum kümmern, wo man bestimmte Elektroden platziert, das geht alles automatisch. Darauf stellt man ein Modul, das wird über eine App gesteuert. Man kann einstellen, welches Training man möchte und so gezielt die Muskeln stimulieren.

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Heiko van Vliet, Aftermarket Direktor bei diPulse;

neben dem Anzug gibt es auch die Möglichkeit, nur einzelne Körperteile zu stimulieren mit einzelnen Modulen, wie den Rücken, den Bauch oder den Arm. Alle Teile kann man bedenkenlos in die Waschmaschine geben.

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Dafür ist diPulse in diesem Jahr ISPOBrandnew Preisträger.

Sport und Arbeiten gleichzeitig soll künftig auch gemeinsam funktionieren. Kettler stellt auf der ISPO MUNICH ein Fitnessgerät mit integriertem Tisch, den Kettlermove@work vor. PR- und Unternehmenskommunikationsreferentin Stefanie Risse erklärt, wie das neue Fitnessgerät funktioniert:


Stefanie Risse, Referentin Unternehmenskommunikation/PR bei Kettler;

das Fitnessgerät ist in diesem Fall das Laufband, das man wunderbar in seinen Arbeitsalltag integrieren kann. Wir wissen heute alle, dass wir viel zu viel Zeit mit sitzen verbringen. Mit dem Laufband kann man diesem Problem entgegenwirken. Das Bewusstsein vieler Unternehmen wird dahin gehend immer sensibler, die Mitarbeiter fit zu halten und ihnen auch etwas am Arbeitsplatz zu bieten.

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Stefanie Risse, Referentin Unternehmenskommunikation/PR bei Kettler;

das Laufband lässt sich individuell einstellen: Einmal die Tischplatte an die Größe der Person, die gerade darauf läuft. Die Geschwindigkeit geht bis maximal 8 km/h, sodass man nicht in ein joggen oder laufen verfällt, sondern maximal in ein schnelleres Gehen. Die Tischplatte bietet zusätzlich noch verschiedene Anschlüsse: Es gibt drei Steckdosen und eine USB-Schnittstelle.

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Das Laufband inklusive höhenverstellbarer Tischplatte kostet rund 2000 Euro, so Risse.

Ebenfalls im Fitnessbereich der ISPO Munich zu sehen ist die Trendsportart Slacklinen, das Balancieren auf einem Gurt- oder Kunstfaserband. Nach Worten von Johanna Kugler, Trainerin bei GIBBON sind beim Slacklinen vor allem Koordination, Balance und Konzentration gefragt. Neu ist die Fitnessvariante „Slack fit“:


Johanna Kugler, Slack-Fit Trainerin bei GIBBON;

Slackline gibt es schon seit über 10 Jahren und in den letzten Jahren hat sich dann noch das Slack fit entwickelt. Das ist praktisch die Fitness Edition davon, weil man ganz normale Übungen auf der Slackline machen kann und seine Tiefenmuskulatur und seine Balance gleichzeitig noch kräftigt, also noch ein Plus zum normalen Work Out. Wir haben hier unsere Slack Wracks stehen – eine Slackline, befestigt 20 – 25 cm über dem Boden, bei denen wenig passieren kann. Ursprünglich wurde Slack fit von einer Physiotherapeutin entwickelt und wird im Therapiebereich, im Sportbereich und in der Prävention angewendet. Auch Kinder profitieren von den niedrig gespannten Slack Wracks.

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Johanna Kugler, Slack-Fit Trainerin bei GIBBON;

je nachdem, wie das Tool eingesetzt wird, kann es wirklich Jung und Alt verwenden. Ich habe schon mit 3 oder 4-Jährigen auf der Slackline gestanden oder auch mit 80-Jährigen. Gerade auch für ältere Menschen ist es perfekt, weil man die Tiefenmuskulatur trainiert. Das sind die kleinen Muskeln, die uns stabilisieren und wir so gar nicht ansteuern können. Wenn wir ausrutschen, können uns diese Muskeln abfangen und sorgen so dafür, dass uns nichts passiert. Es gibt beispielsweise den klassischen Squat. Du stehst auf der Slackline, entweder mit einer Hilfe zum Festhalten oder nicht und gehst in die Hocke. In diesem Moment fängt die Slackline an zu zittern. Dieses Zittern ist der Turnus deines Muskels, der wiedergegeben wird. Dadurch wird die Tiefenmuskulatur gekräftigt und durch die Vibration kann sie angesteuert werden. Somit wird die Effektivitätsstufe noch einmal erhöht und das Stabilitätstraining gefördert.

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