IFAT 2018

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IFAT 2018 – Auftaktinterview mit Geschäftsführer Stefan Rummel
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Vom 14. bis zum 18. Mai steht die Messe München ganz im Zeichen der Umwelt. Die IFAT ist nicht nur die weltweit größte Fachmesse für Umwelttechnologien, sie ist nach der bauma auch die zweitgrößte Veranstaltung der Messegesellschaft. Da kommen die zwei neuen Hallen gerade recht, wie die aktuellen Daten zeigen:

Stefan Rummel

Der zuständige Geschäftsführer der Messe München GmbH Stefan Rummel freut sich über 3.300 Aussteller, ein neuer Rekord. Rummel rechnet mit 135.000 Besuchern.

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Stefan Rummel

Der zuständige Geschäftsführer der Messe München GmbH Stefan Rummel führt aus, dass die IFAT zu den internationalsten Messen der Münchner gehört. Die Aussteller kommen aus 60 Ländern. Rund die Hälfte der erwarteten Fachbesucher kommen voraussichtlich aus dem Ausland.

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Zum ersten Mal wurde die IFAT im Jahr 1966 veranstaltet. Damals kamen insgesamt 10.200 Besucher. Seither hat sich viel getan. Die Aussteller präsentieren ihre Neuheiten rund um die Wasser-, Abwasser-, Abfall- und Rohstoffwirtschaft in 18 Hallen und auf dem Freigelände. Daneben gibt es ein umfangreiches Rahmenprogramm und viel Politprominenz, wie die neue Bundesumweltministerin Svenja Schulze:


Stefan Rummel

Der zuständige Geschäftsführer der Messe München GmbH Stefan Rummel: Umwelttechnologien beschäftigen immer stärker Wirtschaft und Politik. Ich gehe davon aus, dass diese Technologien im 21. Jahrhundert eine Schlüsselrolle spielen werden. Die Fachbesucher kommen von den Kommunen, aber auch genauso wichtig ist die Industrie. Wer langfristig wettbewerbsfähig bleiben will, muss auf solche Technologien setzen.

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So erfordern die zunehmenden Kunststoffabfälle effiziente Methoden der Trennung und Sortierung. Daneben beschäftigt sich die Wasser- und Abwasserbranche mit Kunststoffen in Form von Mikropartikeln in Gewässern und Kläranlagen. Laut einer Umfrage der IFAT sehen die Bundesbürger Kunststoffabfälle kritisch: 71 Prozent der Verbraucher stufen Plastikmüll als eine ernste bis sehr ernste Gefahr für die Umwelt ein. 72 Prozent fordern, bereits bei der Herstellung auf die spätere Entsorgbarkeit der Produkte zu achten.


Stefan Rummel

Der zuständige Geschäftsführer der Messe München GmbH Stefan Rummel: Der Importstopp von Abfällen nach China wird zu diskutieren sein. Aber auch beim Thema Wasser gibt es viel zu diskutieren, wie zum Beispiel multiresistente Keime, Mikropartikel im Wasser und Medikamentenrückstände. Auf der IFAT werden auch entsprechende Technologien gezeigt.

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In diesem Jahr gibt es auch das erste Mal eine neue Zukunftsplattform mit dem Namen: experience.science.future. Die Messe bietet den Start-ups der Umwelttechnologiebranche ein eigenes, internationales Forum.


Stefan Rummel

Der zuständige Geschäftsführer der Messe München GmbH Stefan Rummel: Die IFAT bietet eine eigene Plattform für Start-ups und Universitäten. Wir wollen Vordenkern eine eigene Plattform bieten und ihnen den Marktzugang erleichtern.

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Bundesumweltministerin Svenja Schulze eröffnet IFAT
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In München hat heute die IFAT begonnen. Sie ist die weltweit größte Messe für Umwelttechnologien. Ein großes Thema ist natürlich die Wiederverwertung von Plastik. Zum Auftakt der Messe hat sich die neue Bundesumweltministerin Svenja Schulze dabei erneut aber gegen eine Plastiksteuer ausgesprochen.

Bundesumweltministerin Svenja Schulze

hält von einer generellen Plastiksteuer nichts. Es gebe viele sinnvolle Anwendungen für Plastik, wie zum Beispiel in der Medizin. Wir müssen Verpackungen und Einwegverpackungen vermeiden, da brauchen wir intelligentere Anreize, wie sie sagt.

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Grünenchef Robert Habeck hat die Bundesministerin zwar wegen ihres Ablehnens einer Plastiksteuer kritisiert. Andererseits fordert aber auch er ein konkretes Maßnahmenpaket gegen Wegwerfplastik. Unter anderem verlangt er steuerliche Subventionen zu streichen, die den Einsatz von Kunststoffen in der Industrie fördern. Er verweist darauf, dass Erdöl, dass für die Produktion von Kunststoffen verwendet wird, steuerlich gegenüber Öl für Kraftstoffe bevorzugt wird. Die Ministerin ist skeptisch:


Bundesumweltministerin Svenja Schulze

will das Konzept der Grünen erst einmal genau sehen. Man hört die unterschiedlichsten Dinge. Ich bin gegen eine pauschale Verteufelung von Plastik. Wir brauchen weniger Plastik bei Verpackung und da kommen wir durch die neue Verpackungsverordnung einen ganzen Schritt weiter.

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Ein weiteres großes Thema auf der Messe IFAT ist die saubere Luft in den Städten. Nicht nur bei den Autos wird über Nachrüstung diskutiert, sondern auch bei den Nutzfahrzeugen. Schließlich fahren jeden Tag viele Handwerker in die zum Teil stark belasteten Innenstädte. Dazu kommen die zahlreichen Busse des öffentlichen Personennahverkehrs sowie kommunale Müllfahrzeuge:


Bundesumweltministerin Svenja Schulze

differenziert zwischen leichten und schweren Nutzfahrzeugen. Bei den leichten Nutzfahrzeugen sieht sie in der Elektrifizierung der Fahrzeuge den richtigen Weg. Als Beispiel nennt sie die Streetscooter. Bei den schwereren Nutzfahrzeugen sei man in der Stufe schon sechs schon sehr gut dabei. Schulze sieht Hersteller, Kommunen und Nutzer in der Verantwortung. Zudem spricht sie sich gegen Fahrverbote aus.

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Bundesumweltministerin Svenja Schulze

sieht hier vor allem die Industrie in der Pflicht. Sie hätten schließlich saubere Autos versprochen.

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Bundesumweltministerin Svenja Schulze fordert aber auch von den Kommunen Einsatz und verspricht Hilfe von der Bundesregierung.


Bundesumweltministerin Svenja Schulze

Als Beispiel nennt sie das Programm für eine saubere Luft.

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Eine große Herausforderung für die Kommunen ist auch die Versorgung der Bürger mit Trinkwasser bzw. die Wasseraufbereitung. Auch dieses Thema spielt auf der Weltleitmesse der Branche eine wesentliche Rolle, zum Beispiel bei der Aufbereitung von Abwasser, das mit Mikroplastik versetzt ist oder auch Medikamentenrückstände enthält.


Bundesumweltministerin Svenja Schulze

Der beste Weg ist, das möglichst wenige Stoffe ins Wasser gelangen, wie Schulze meint.

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Zukunftsdialog IFAT
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In der vergangenen Woche tobte der Orkan „Friedericke“ über Deutschland. Die Deutsche Bahn musste zeitweise ihren Betrieb einstellen. Bei diesen Winterstürmen sieht der Klimaforscher beim Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung Professor Stefan Rahmstorf keinen Trend zu einer Veränderung. Dass heißt seiner Meinung nach aber nicht, dass der Klimawandel nicht schon spürbar ist:

Professor Stefan Rahmstorf

Klimaforscher beim Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung Professor Stefan Rahmstorf: Es gibt eine Reihe von anderen Wetterextremen, die ganz klar durch den Klimawandel, durch die globale Erwärmung, häufiger werden. Als erstes zu nennen sind da extreme Hitzewellen. Auch die Häufigkeit von extremen Regenereignissen ist gestiegen, wie Studien in den letzten Jahren gezeigt haben. Das ist ein lang erwarteter Trend gewesen, weil in einem wärmeren Klima wärmere Luft mehr Wasser aufnehmen und abregnen kann. Ein drittes Phänomen ist, dass die stärksten Truppen stürme der Kategorie vier und fünf auch zunehmen, weil die Stürme ihre Energie aus dem Meereswasser ziehen und die Meeresoberflächentemperatur ist auch gestiegen.

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Nach Ansicht von Rahmstorf kann die globale Erwärmung nur gestoppt werden, wenn der Ausstoß der Treibhausgase auf Null heruntergefahren wird. Das sei auch das erklärte Ziel des Pariser Abkommens. Bei diesem Abkommen hat sich die Staatengemeinschaft darauf verständigt, die Begrenzung der globale Erwärmung auf unter zwei Grad zu begrenzen, möglichst auf unter 1,5 Grad. Allerdings verweist der Klimaforscher darauf, dass zuletzt die 1-Grad Marke überschreiten wurde. Die letzten drei Jahre lagen schon mehr als ein Grad über dem Temperaturniveau des 19. Jahrhunderts.


Professor Stefan Rahmstorf

Klimaforscher beim Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung Professor Stefan Rahmstorf: Wir müssen uns an den schon längst in vollem Gange befindlichen Klimawandel anpassen. Mehrere Städte wie Berlin und München haben ihre Regenrückhaltebecken bereits ausgebaut, damit es auch bei stärkeren Niederschlägen trotzdem nicht zu größeren Überschwemmung kommt. Wir müssen unsere Städte aber auch so anpassen, dass man es bei sommerlichen Hitze dort noch besser aushalten kann, durch entsprechende Grünanlagen und durch Planungen wie beispielsweise kältere Luft aus dem Umland besser in die Städte strömen kann. Man sollte nicht gerade diese Ventilationspfade durch Hochhäuser verbauen.

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Viele dieser Lösungen sind auf der Weltleitmesse für Umwelttechnologien IFAT unter anderem in München zu sehen. Der verantwortliche Geschäftsführer der Messe München GmbH Stefan Rummel:


Stefan Rummel

Geschäftsführer der Messe München GmbH Stefan Rummel: Das Messegelände ist zur ifat komplettiert. Wir werden die größte Ifat haben in ihrem 50 jährigen Bestehen. Wir werden in der Zukunftsplattform experience science future die Schwerpunktthemen aufgreifen: Verpackungsgesetz, Gewerbeabfallverordnung und die Digitalisierung.

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Die IFAT hat im Vorfeld der Messe auch Bürger befragt und die Ergebnisse im IFAT Enviroment Index zusammengefasst:


Stefan Rummel

Geschäftsführer der Messe München GmbH Stefan Rummel:Der Ifat Enviroment Index zeigt, die Bürger sind doch auf der heftigen Wetterereignisse ernsthaft besorgt. Rund die Hälfte der Befragten in Deutschland sagen, dass extreme Ereignisse wie Stürme und Regen durchaus unser Trinkwasser bedrohen können. Ein Gedanke dazu war, dass die Kommunen Lösungen suchen muss .Dafür bietet die IFAT den richtigen Rahmen.

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Stefan Rummel

Geschäftsführer der Messe München GmbH Stefan Rummel: Die IFAT ist mittlerweile in fünf Ländern auf drei Kontinenten mit eigenen Veranstaltungen vertreten. Wir haben Netzwerk. Wir schaffen es hier für die Schwellenländer individuelle Lösungen anzubieten.

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Der Landschaftsarchitekt Gerhard Hauber und sein Team von Ramboll Studio Dreiseitl beraten Städte und Gemeinden. Seinen Worten nach müssen Städte adaptiv geplant werden, um beispielsweise bei Starkregen mit den Wassermasse zurecht zu kommen. Wie man das machen kann, erklärt Hauber am Beispiel des Potsdamer Platzes in Berlin:


Gerhard Hauber

Landschaftsarchitekt Gerhard Hauber erklärt am Beispiel des Sees auf dem Potsdamer Platz, wie man Überschwemmungen bei Starkregen verhindern kann. Der See kann als Zwischenspeicher von Regenwasser genutzt werden.

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Hauber verweist darauf, dass Städte vom Klimawandel unterschiedlich betroffen sind. Natürlich sei vor allem bei denen, die stärker betroffen sind, auch das Bewusstsein stärker, wie zum Beispiel in Kopenhagen.


Eberhard Faust

Der Risikoforscher der Munich Re, Eberhard Faust: Man muss alles tun, um das zu erreichen, den Temperaturanstieg gering zu halten.

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Professor Stefan Rahmstorf

Klimaforscher beim Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung Professor Stefan Rahmstorf: Deutschland liegt, was die weltweite Emissionen angeht auf Rang sechs. Wir sind also eine Supermacht quasi bei den Emissionen und emittieren in etwa doppelt so viel wie es unserem Bevölkerungsteil entsprechen würde. Deutschland hat auch eine wichtige Rolle gespielt in der Vergangenheit als Vorreiter bei der Förderung von erneuerbaren Energien durch die Einspeisevergütung. Das hat wesentlich dazu beigetragen, dass die regenerativen Energien deutlich preiswerter geworden sind. Leider ist es so, dass Deutschland in den letzten Jahren zurückgefallen ist und seine Vorreiterrolle dort abgegeben hat. Das ist nicht nur für das Klima schlecht, sondern auch es ist für die deutsche Wirtschaft keine gute Idee

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Auch der Risikoforscher der Munich Re, Eberhard Faust meint, dass man hier unbedingt etwas tun muss:


Gerhard Hauber

Landschaftsarchitekt Gerhard Hauber: Kopenhagen hatte 2011 schwere Überschwemmungen. Wir haben zusammen mit Kopenhagen einen Masterplan entwickelt, wie man Wasser durch die Stadt leiten kann. Da gibt es viele Lösungen. Es gibt den politischen Willen, es gibt den Masterplan und das Geld über einen höheren Wasserpreis.

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Auch der Risikoforscher der Munich Re, Eberhard Faust setzt auf Umwelttechnologien:


Eberhard Faust

Risikoforscher der Munich Re, Eberhard Faust: Umwelttechnologien spielen da eine große Rolle. Ich denke an die Landwirtschaft ,wie zum Beispiel an die Frost-Sprinkler-Beregnung. Diese schützen Früchte. Es gibt eine Reihe von Technologien, die da zum Einsatz kommen

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Das Verhalten des US-Präsidenten Donald Trump, den Klimawandel zu leugnen, hält der Klimaforscher Rahmstorf für kontraproduktiv. Zudem verweist er darauf, dass eine geordnete Anpassung an eine Temperaturerwärmung von zwei Grad nicht vorstellbar ist. Deshalb muss die globale Erwärmung seiner Meinung nach dringend begrenzt werden. Leider habe Deutschland seine Vorreiterrolle in den vergangenen Jahren aufgegeben, so sein Fazit:


VDMA: Maschinenbauer gehen voller Zuversicht auf die IFAT
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Der deutsche Maschinenbau erwartet ein weiteres Rekordjahr. Nachdem die Umsätze im vergangenen Jahr bereits um 4,4 Prozent auf 226,2 Milliarden Euro stiegen, erwartet der Branchenverband VDMA 2018 ein Wachstum von fünf Prozent. Zu Jahresbeginn war die Kapazitätsauslastung bei knapp 88 Prozent, so hoch wie seit April 2012 nicht mehr. Dem VDMA Geschäftsführer für verfahrenstechnische Maschinen und Apparate, Richard Clemens zufolge, sind die Maschinenbauer eine glückliche Branche:

VDMA-Geschäftsführer für verfahrenstechnische Maschinen und Apparate, Richard Clemens

Wir erwarten uns ein klares Signal von den Besuchern. Die Auftragslage sei sehr gut. Angesichts der Thematik erwartet sich die Branche seinen Worten nach von der IFAT einen kleinen Aufschwung.

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Der Maschinenbau ist eine exportorientierte Branche. Die durchschnittliche Exportquote liegt bei über 79 Prozent, davon geht rund die Hälfte in die EU. Allerdings ist der größte Einzelmarkt die USA. Die Einführung von Schutzzöllen auf Stahl- und Aluminiumimporte sorgt auch bei den Maschinenbauern für Unruhe:


VDMA-Geschäftsführer für verfahrenstechnische Maschinen und Apparate, Richard Clemens

Bisher hatten wir keine Einbrüche, aber das Geschäft scheint unberechenbarer zu werden. Er könne nur sagen, das Thema Freihandel ist absolut notwendig.

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Deshalb hofft man beim VDMA, dass die USA und die EU entweder auf eine Aussetzung der Schutzzölle einigen oder einen neuen Anlauf für ein Freihandelsabkommen unternehmen. Sorgen bereitet den Maschinenbauern daneben die Entwicklung in Großbritannien:


VDMA-Geschäftsführer für verfahrenstechnische Maschinen und Apparate, Richard Clemens

Es scheint ein Vorbote des Brexit zu sein. Durch die Unsicherheit herrscht Zurückhaltung. Die Wirtschaft braucht Planbarkeit, nicht für die nächsten 100 Jahre, aber zumindest für die nächsten zwei.

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Zudem spüren die deutschen Maschinenbauer zunehmend die Konkurrenz aus China. So sei hierzulande die Verfahrenstechnik immer stärker von chinesischen Importen betroffen. Daneben sind chinesische Firmen zum Beispiel an der Übernahme von mittelständischen Unternehmen interessiert, die in der Luftreinhaltung aktiv sind. Darüber hinaus gebe es bereits verstärkt Kooperationen, heißt es beim VDMA. Denn Umwelttechnik ist Maschinenbau, wie es beim Branchenverband nicht ohne Stolz heißt. Die Umwelttechnik sei in allen Disziplinen aktiv. Das ist wohl auch der Grund für die Zuversicht der mittelständisch geprägten Branche:


VDMA-Geschäftsführer für verfahrenstechnische Maschinen und Apparate, Richard Clemens

wir können Mikroplastik herausfiltern, wir können Müll trennen, wir können Plastik wiederverwerten. Früher war Müll nichts, was der Wertschöpfung gedient hat, wie auch Abwasser. Es war ein notwendiges Übel. Mittlerweile kann man dort ja Wertstoffe herausholen. Die Technik sei vorhanden, aber man brauche die gesetzliche Regulatorik und auch der Mensch müsse mitspielen, so Clemens.

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Und was hier alles möglich ist, können die Fachbesucher auf der IFAT noch die ganze Woche besichtigen. Die IFAT ist die weltweit größte Messe für Umwelttechnologien.


IFAT-Expressfrühstück zum Importverbot China
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Die Importbeschränkungen Chinas treffen nicht nur die deutsche Industrie, sondern auch die deutsche Recyclingwirtschaft. Auf der IFAT in München meint die Bundesumweltministerin Svenja Schulze dazu sogar:

Bundesumweltministerin Svenja Schulze

bezeichnet das Importverbot als riesige Herausforderung für die deutsche Wirtschaft. Man müsse hier noch besser werden in de Verwendung von Recyclaten. Die neue Verpackungsverordnung werde hier deutliche Anreize setzen.

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Besonders betroffen ist der Kunststoff-Markt. Doch noch mehr Branchen müssen sich auf die neuen Bedingungen einstellen, zum Beispiel die Altpapier-Recycler. Die Wirtschaftszweige sind von den Importbeschränkungen unterschiedlich betroffen. Darauf verweist der bvse:


Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes Sekundärrohstoffe und Entsorgung e.V. (bvse) Eric Rehbock

Im Kunststoffbereich ist es etwas stärker gravierender, im Altpapier mittelmäßig und beim Schrott spielt es keine Rolle. Man stelle sich darauf ein und sehe es als an Chance.

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Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes Sekundärrohstoffe und Entsorgung e.V. (bvse) Eric Rehbock

Für die deutsche Wirtschaft kommt die Importbeschränkungen aus China nicht überraschend.

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Die deutsche Recyclingbranche verspricht sich von dem chinesischen Importstopp für Plastikabfälle neue Geschäftschancen, wie man auf der IFAT sehen kann. Unter anderem wird auf der weltweit größten Messe für Umwelttechnologien gezeigt, wie Firmen Kunststoff, Altpapier und sonstige Rohstoffe möglichst sauber erfassen, trennen und weiterverarbeiten können. Ausfuhren nach China spielen dabei eine immer geringere Rolle:


Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Entsorgungs-, Wasser- und Rohstoffwirtschaft (BDE), Peter Kurth

Im letzten Jahr wurden noch 150.000 Tonnen Kunststoffabfälle nach China exportiert, das ist bei sechs Millionen Tonnen Gesamtaufkommen keine relevante Größe mehr. Die Importbeschränkungen werden allerdings den Druck verstärken, mehr und vor allem sauberer zu trennen.

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Zwar dürfen die Unternehmen ihre Abfälle noch nach China exportieren, allerdings dürfen diese kaum noch verunreinigt sein. Akzeptiert wird nur noch eine Verunreinigung von 0,5 Prozent. Und das werde vor Ort auch kontrolliert.
Auch die Altpapierbranche ist von den neuen Bestimmungen betroffen. Bisher werden jährlich ca. 8 Millionen Tonnen Altpapier aus Europa nach China und Südostasien exportiert. Dabei kommt allerdings nur noch ein sehr geringer Teil aus Deutschland, wie die Verbände ausführten. Allerdings käme jetzt verstärkt Altpapier minderer Qualität aus Großbritannien und Frankreich auf den deutschen Markt. Das höhere Angebot setze die Preise unter Druck, beklagt man unter anderem beim bvse. Für die Verbraucher hierzulande haben die neuen Regeln aber offensichtlich kaum Auswirkungen, denn der Wettbewerb und damit der Preisdruck sind hoch:


Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes Sekundärrohstoffe und Entsorgung e.V. (bvse) Eric Rehbock

der Markt ist sehr kleinteilig und hart. Man wird keine spürbaren Veränderungen in der Entsorgung finden, das glaube ich nicht

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Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Entsorgungs-, Wasser- und Rohstoffwirtschaft (BDE), Peter Kurth

zur Preisentwicklung. Für die nächste Zeit wird sich das nicht auf die Preise auswirken.

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Digitalisierung und drohende Dieselfahrverbote in Deutschland
Herausforderungen für die kommunale Abfallwirtschaft
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Auch in der kommunalen Abfallwirtschaft gibt es in den kommenden Jahren zahlreiche Herausforderungen, die mit der fortschreitenden Digitalisierung, dem Stichwort „Kommune 4.0“. Für die deutschen Maschinenbauer sei die Entwicklung eine große Chance, meint der Geschäftsführer VDMA Verfahrenstechnische Maschinen und Apparate, Richard Clemens:

Geschäftsführer VDMA Verfahrenstechnische Maschinen und Apparate, Richard Clemens

Bei Mittelständlern bekomme ich oft entsprechende Anlagen gezeigt, die sind oft schon sehr weit. Der Kunde muss das aber auch akzeptieren. Die Ressourcen sind da.

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Das meint auch Marcus Höfken. Er ist nicht nur Chef der Firma Invent AG, sondern auch Vorstandsmitglied VDMA Verfahrenstechnische Maschinen und Apparate:


Vorstandsmitglied VDMA Verfahrenstechnische Maschinen und Apparate Marcus Höfken

Die Mittelständler digitalisieren kräftig. Wir können viele Dinge messen und Daten erheben, die Herausforderung ist die Daten nun intelligent zu nutzen, damit die Maschinen und Apparate effizient genutzt werden können.

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Vorstandsmitglied VDMA Verfahrenstechnische Maschinen und Apparate Marcus Höfken.

Das Thema wird beim deutschen Mittelstand nicht verschlafen, auf gar keinen Fall.

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Das meint auch der Vizepräsident des Verbands kommunaler Unternehmer VKU Patrick Hasenkamp. Seinen Worten nach ist das Thema bei seinen Mitgliedern schon lange angekommen. Als Beispiel nennt er die EDV gestützte Tourenplanung. Es gebe Aufzeichnungsdienste, wo der Winterdienst gerade herumfahre. Das werde sukzessive ausgebaut, meint Hasenkamp, der auch Betriebsleiter der AWM in Münster ist.


Vizepräsident des Verbands kommunaler Unternehmer VKU Patrick Hasenkamp

Heute geht es auch darum, eine Verbindung zwischen Fahrzeug Kunde herzustellen. Wir können zum Beispiele sehen, ob Papierkörbe entleert werden müssen, oder nicht. Der Papierkorb meldet sich bei uns. Wir planen die Tour dementsprechend. Das stellen wir uns auch bei großen Abfallcontainern vor. Vielleicht machen wir demnächst auch gar nicht mehr die Routenplanung selber, sondern Algorithmen.

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Das ist nicht nur effizienter, sondern auch ökologischer, wie Hasenkamp hinzufügt. Das gilt natürlich auch für viele andere Themen. So beschäftigen sich auf der IFAT zahlreiche Aussteller und Verbände mit alternativen Antrieben und das nicht erst seit den drohenden Fahrverboten in einigen stark belasteten Innenstädten in Deutschland. So werden unter anderem vollelektrische Kehrmaschinen oder Abfallsammelfahrzeuge präsentiert.


Vizepräsident des Verbands kommunaler Unternehmer VKU Patrick Hasenkamp

Wir fordern Nachrüstungen für Dieselfahrzeugen. Das sei technisch möglich. Die Elektrifizierung von Großfahrzeugen steckt in den Kinderschuhen. Ich habe die erste vollelektrifizierte Kehrmaschine, macht nur Sinn, wenn ich weiß, wo der Strom herkommt.

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Hasenkamp sieht daneben auch im Gasantrieb eine spannende Alternative, wie er erklärt Allerdings muss dementsprechend auch die Infrastruktur vorhanden sein:


Vizepräsident des Verbands kommunaler Unternehmer VKU Patrick Hasenkamp

Wir brauchen ein intelligentes Ladenetz, denn ich komme hier auch schnell an die Kapazitätsgrenzen.

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Das gilt natürlich auch für Gas- und Wasserstoffantriebe. So gibt es in München gerade mal zwei Wasserstofftankstellen. Darüber hinaus können gasbetriebene Nutzfahrzeuge an vielen Gastankstellen nicht betankt werden. Die Firma Resourcify bietet Versorgern die Möglichkeit, sich über eine Plattform mit den Kunden digital zu verbinden.


CCO Resourcify Felix Heinricy

wir haben eine App Lösung, die es Abfallerzeugern ermöglicht, ihre Abfälle digital zu managen. Die meisten arbeiten hier noch analog. Da werden noch Faxe geschickt.

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Der Abfallerzeuger kann sich die App kostenlos herunterladen. Die Firma Resourcify arbeitet mit den Entsorgern zusammen und spricht von mittlerweile knapp 2.500 Kunden. Auf der IFAT stellen daneben auch zahlreiche Fahrzeughersteller ihre neuesten Produkte vor. So präsentiert Volvo Trucks auf der Messe erstmals einen Lastwagen mit Elektroantrieb für den Regional- und Stadtverkehr. Die Modelle FE und FL haben den Angaben nach Reichweiten von 200 bis 300 Kilometer


Pressesprecher Volvo Trucks Manfred Nelles

Die Fahrzeuge sind für den Regional- und Stadtverkehr gedacht. Das Fahrzeug, dass wir auf der IFAT ausstellen, geht Ende 2018 in den Betrieb bei der Stadtreinigung in Hamburg.

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Renault ist da schon etwas weiter:


Pressereferentin Renault-Trucks Nicole Bratrich

Renault-Trucks forscht seit 10 Jahren an Elektromobilität; Frankreich erweist sich dabei als guter Förderer von Elektrobatterien. So hat Renault schon Fahrzeuge bei Kunden im Einsatz, wie unter anderem bei Nestlè. Die Produktion wird ausgebaut. Ab 2019 beginnt in Frankreich die Serienproduktion.

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Auch diese Fahrzeuge sind für den Stadt- und Regionalverkehr. Welcher Aufbau dann auf das Fahrzeug komme, sei dem Kunden überlassen, heißt es bei Renault.


Die unsichtbare Gefahr im Wasser: Mikroplastik
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Wer an Plastikmüll denkt, dem kommen sofort Bilder von in Meeren und Gewässern herumschwimmenden und massenhaft an die Ufer gespülten Folien, Tüten oder anderen Abfällen vor Augen. Doch die Gefahr liegt nicht nur in den sichtlich zugemüllten Meeren, sondern ist oft mit bloßem Auge gar nicht auszumachen. Die Rede ist von sogenanntem Mikroplastik. Darunter versteht man kleinste Kunststoffteilchen, wie sie z.B. in Peelings benutzt werden. Kunststoffe aus Kosmetikprodukten gelangen über lokale Abwässer in Kläranlagen. Diese filtern Mikroplastik nur bedingt heraus; ein Teil wird im Klärschlamm zurückgehalten, der Rest gelangt in Meere und Flüsse. Mikroplastik wird dort von Meeresorganismen gefressen und ist nicht wieder aus der Umwelt zu entfernen. Es wurde bereits in Tieren wie Seehunden, Fischen, Muscheln und kleineren Organismen nachgewiesen, die es passiv oder mit ihrer Nahrung aufnehmen. Auch die IFAT 2018 beschäftigt sich mit diesem Thema. Dazu Marcus Höfken, Vorstandsvorsitzender der Invent Umwelt- und Verfahrenstechnik. Er ist zudem Vorsitzender des Fachverbandes für Wasser- und Abwassertechnik im VDMA:

Marcus Höfken, Vorstandsvorsitzender der Invent Umwelt- und Verfahrenstechnik und Vorsitzender des Fachverbandes für Wasser- und Abwassertechnik im VDMA

wir wissen, dass viel Mikroplastik in die Umwelt gelangt. Wir forschen daran, es gibt unterschiedliche Meinungen darüber, wie tiefgreifend das Problem ist. Die Entfernung von Mikroplastik aus dem Abwasser ist grundsätzlich kein Problem. Die Maschinen stehen bereit. Wir warten auf die Rahmenbedingungen, welche Partikeln herausgeholt werden. Dann können entsprechend adaptierte Maschinen zur Verfügung gestellt werden.

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Erste Lösungs- und Forschungsansätze werden auf der IFAT gezeigt und vorgestellt. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) stellt auf der Messe das Projekt EmiStop vor, bei dem es mit Hilfe von Auf- und Umrüstung bestehender Recyclinganlagen um die Reduzierung von Mikroplastik geht. Vorgestellt wird unter anderem auch eine elektrische Flotationsanlage des Unternehmens EnviroChemie. Eva Gilbert stellt die Anlage vor:


Eva Gilbert, Abteilung Forschung und Entwicklung bei EnviroChemie

das Verfahren nutzt die Elektrolyse zur Spaltung von Wasserstoff und Sauerstoff. Dabei entstehen kleine Gasblasen, die aufsteigen. Diese heben die Partikel im Wasser mit nach oben und können dann relativ einfach an der Oberfläche abgezogen werden. Das Wasser, das gereinigt wurde, fließt unten dann wieder heraus.

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Eva Gilbert, Abteilung Forschung und Entwicklung bei EnviroChemie

wir reden mit diversen Unternehmen, dabei stoßen wir auf großes Interesse. Die Unternehmen wollen wissen, welches Mikroplastik im Wasser noch ist und wie viel. Ich denke, wenn man weiß, aus welchen Quellen das Mikroplastik kommt, ist man bereit, etwas dagegen zu tun, und dann entsprechend die technischen Anlagen dazu bereitstellt.

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Die Firma Invent Umwelt- und Verfahrenstechnik arbeitet derzeit an einem speziellen Filter für Kläranlagen, mit dessen Hilfe Mikroplastik ebenfalls herausgefiltert werden kann. Dazu Marcus Höfken, der Vorstandsvorsitzender der Invent Umwelt- und Verfahrenstechnik:


Marcus Höfken, der Vorstandsvorsitzender der Invent Umwelt- und Verfahrenstechnik

das ist sehr erfolgreich, wir wissen, dass wir Mikropartikel herausholen können, wir sind gespannt, was der Gesetzgeber in der Zukunft vorschreiben wird, weil danach richtet sich auch die Auslegung solcher Filtertechniken.

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Auch das Unternehmen ATB, dass sich auf kleinere Kläranlagen spezialisiert hat, forscht und arbeitet derzeit daran, Mikroplastik aus dem Abwasser herauszuholen, erklärt Torsten Zellmer, der Leiter der Entwicklungsabteilung bei ATB Water:


Torsten Zellmer, Leiter Entwicklung bei ATB Water

wir arbeiten mit einem Belebschlammsystem. Die Mikroflocken absorbieren die kleinsten Bestandteile ein. Da kann man davon ausgehen, dass man 90 Prozent im Verfahren belässt. Dann muss man schauen, wie man durch Sedimentation oder Abscheidung die restlichen Stoffe herausbekommt. Die Frage ist dann, was passiert mit dem Klärschlamm, den wir dann zurück zu den kommunalen Entsorgern bringen. Im schlimmsten Fall geht es in die Landwirtschaft und dann haben wir es wieder im Boden, das ist die Aufgabe, die wir alleine gar nicht bewältigen können, da müssen die kommunalen Behörden mitwirken und daran arbeiten.

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„Gelebte Kreislaufwirtschaft – Stoffstrom Aluminium“ - Sonderschau auf der IFAT
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Aluminium ist auf der einen Seite der wichtigste Leichtbaustoff und nach Stahl das zweitwichtigste Gebrauchsmaterial, allerdings ist deren Herstellung in ökologischer, energetischer und auch ökonomischer Hinsicht problematisch. Im Recycling hingegen ist dieser Werkstoff mit einer Energieeinsparung von 95 Prozent gegenüber der primären Produktion besonders günstig herzustellen. Der Prokurist der Firma BAMETA GmbH Christian Kühn beschreibt die Vorgehensweise:

Prokurist der Firma BAMETA GmbH Christian Kühn

das Verfahren ist mittlerweile sehr komplex. Verwendet werden dabei unter anderem Röntgensortiermaschinen. Herauskommen dann 99 Prozent reines Aluminium.

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Die Firma verarbeitet Stücke bis zu einer Länge von sechs Metern, wie Kühn weiter ausführt. Das Aluminium kommt aus der Bauindustrie, von alten Fenstern oder sie verarbeiten alte Bleche aus der Automobilindustrie oder Aluminium von alten Haushaltswaren:


Prokurist der Firma BAMETA GmbH Christian Kühn

verspricht, dass die Firma Verunreinigungen wie Holz und Plastik herausbekommt.

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Prokurist der Firma BAMETA GmbH Christian Kühn

Das wird klassiert und an die Schmelzöfen verkauft. Da wird dann noch zulegiert und der Schrott wird dann wieder verwertet.

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Und damit sich Besucher auf der IFAT besser vorstellen können, was die Branche macht, hat der Bundesverband der Kreislauf- und Ressourcenwirtschaft (BDE) eine Sonderschau eingerichtet, Motto: „Gelebte Kreislaufwirtschaft – Stoffstrom Aluminium“.


Prokurist der Firma BAMETA GmbH Christian Kühn

die Sonderschau stellt den ganzen Kreislauf dar.

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Neben zahlreichen Schautafeln und Aluminiumproben haben Besucher zudem die Möglichkeit mit VR Brillen beispielsweise einen Schmelzofen zu „besichtigen“. Messebesucherin Josefine Geist hat es ausprobiert:


Besucherin Josefine Geist beschreibt, was sie sieht.

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Nach den Angaben des BDE werden heute in Deutschland aus Aluminiumschrott mehr als 1,25 Millionen Tonnen Aluminiumlegierungen gewonnen.


IFAT 2018 – Messefazit Geschäftsführer Stefan Rummel
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Heute geht in München die IFAT zu Ende. Fünf Tage lang drehte sich auf dem Messegelände und dem Freigelände alles um Umwelttechnologien. Die IFAT ist die weltweit größte Messe für Wasser-, Abwasser-, Abfall- und Rohstoffwirtschaft. Der zuständige Geschäftsführer der Messe München GmbH Stefan Rummel zieht ein positives Fazit:

Dem Geschäftsführer der Messe München GmbH Stefan Rummel

zufolge war die diesjährige IFAT wieder eine Rekordmesse, mit mehr als 3.300 Ausstellern und über 140.000 Besuchern. Er freut sich, dass die IFAT so erfolgreich gelaufen ist. Wenn wir dazu beitragen können, dem Thema die notwendige Aufmerksamkeit zu geben, dann sind wir froh.

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Klimawandel, Starkregen, Mikroplastik in den Meeren, die Themen, die auf der IFAT behandelt werden, beschäftigen Menschen weltweit zunehmend. So wurde diesmal auch in der Tagesschau über die Messe berichtet. Denn auf der IFAT präsentieren die Aussteller nicht nur ihre neuesten Innovationen, das Rahmenprogramm bietet auch viele Möglichkeiten sich auszutauschen.


Der Geschäftsführer der Messe München GmbH Stefan Rummel

freut sich, dass auf der Messe mittlerweile ein Diskurs stattfindet und die Bundesumweltministerin Svenja Schulze sowie der bayerische Umweltminister Marcel Huber zur Eröffnung kamen.

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Das Angebot der Weltleitmesse umfasst die Bereiche Wassergewinnung, Meerwasserentsalzung, Wasser- und Abwasserbehandlung, Wasserverteilung und Kanalisation, Küsten- und Hochwasserschutz, Abfallentsorgung und Recycling, Energiegewinnung aus Abfallstoffen, Straßenreinigung, Altlastensanierung und Bodenaufbereitung, Abgas- und Abluftreinigung, Lärmminderung und Schallschutz, Mess-, Regel- und Labortechnik sowie Wissenschaft, Forschung und Technologietransfer. Die Aufzählung zeigt, dass sämtliche Themen auf der Messe abgebildet werden. Die Aussteller rechnen mit weiterem Wachstum, wie der zuständige Geschäftsführer der Messe München GmbH Stefan Rummel ausführt.


Der Geschäftsführer der Messe München GmbH Stefan Rummel

sieht großes Potential für die Branche.

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Sämtliche Hallen sowie das Freigelände sind komplett belegt. Erstmals konnten die zwei neuen Hallen C5 und C6 genutzt werden.


Der Geschäftsführer der Messe München GmbH Stefan Rummel

ist sehr froh, dass die Hallen rechtzeitig fertig wurden.

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