ceramitec 2018

O-Ton-Pakete für Ihre Berichterstattung

Unser Hörfunk-Service zur ceramitec 2018

Sie möchten über die ceramitec 2018 im Radio berichten? Hier finden Sie alles, was Sie dazu brauchen!

Das Team vom Messeradio ist auch diesmal wieder auf der ceramitec 2018 für Sie unterwegs, um die unterschiedlichsten Themen redaktionell zu bearbeiten. Wir bieten Ihnen alle Audiomaterialien, die Sie zur Produktion Ihres Beitrags brauchen. Hier im Downloadbereich stellen wir Ihnen kostenfrei unser Tonmaterial in Sendequalität (MP3) zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie uns über den Einsatz informieren.

Wenn Sie persönlich und direkt auf der Messe produzieren möchten, können Sie unser Hörfunkstudio im Pressezentrum West nutzen. In diesem, mit modernster Digitaltechnik ausgestatteten Studio, können Sie Ihre Beiträge bearbeiten, überspielen oder gleich live aus dem Studio senden.
Unser Technik-Team unterstützt Sie gerne direkt vor Ort.

Unser Themen-Service als Download

Nachfolgend finden Sie Manuskripte und 11 O-Töne zum Download
Zukunftstrend mit Marktpotenzial – Additive Fertigung in der keramischen Fertigung
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Es ist mehr als ein bewährtes Verfahren: Der additive Fertigungsprozess bei Keramiken ist ein Zukunftstrend mit großem Marktpotenzial. Da sind sich viele Experten einig. Noch ist der Bekanntheitsgrad der additiven Fertigung von Metallen oder Keramik allerdings eher gering. Für Kunststoffe und Metalle ist dieses Verfahren bereits etabliert, für Keramiken gewinnt es jetzt immer mehr an Bedeutung. Additiv bedeutet, dass Werkstücke schichtweise aufgebaut werden. Bisher werden sie konventionell, d.h. durch Formgebung hergestellt. Mit einer Sonderschau widmet sich die ceramitec dem Thema. Mit dabei das Fraunhofer IKTS:

Diplom-Ingenieur Fraunhofer IKTS Steven Weingarten

Additive Fertigung ist der schichtweise Aufbau von Bauteilen, bei denen egal ist, welche Struktur diese haben. Da muss die Wirtschaft erst noch den Weg finden.

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Unterstützung bietet unter anderem die Firma FIT Additive Manufacturing Group aus Lupburg. Seit über 20 Jahren arbeitet das Unternehmen in diesem Bereich:


Business Development FIT Oliver Cynamon

zufolge ist es ein zusätzliches Verfahren. Es ermöglicht andere Dinge herzustellen. Man kann geringe Auflagen produzieren, recht komplexe Dinge. Damit lassen sich unter anderem neue Märkte erschließen.

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Allerdings ist das Thema nicht gerade trivial. Es gibt viele Fallstricke und Herausforderungen, wie Cynamon erklärt:


Business Development FIT Oliver Cynamon

verweist darauf, dass dieses Verfahren viel know how über das additive Design voraussetzt. Im Bereich der Herstellung gibt es viele Fallstricke. Es gibt zudem wenige Maschinenhersteller, auch im Bereich des Materials gibt es kaum Angebote. Dann muss man alles sehr genau abstimmen.

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Die Vorteile und Möglichkeiten, die in diesem Verfahren stecken, sind jedoch groß. Mit dem keramischen und pulvermetallurgischen Fertigungsverfahren lassen sich die Oberflächenqualität, die Bauteilfähigkeiten und die mechanischen Eigenschaften verbessern.


Diplom-Ingenieur Fraunhofer IKTS Steven Weingarten

Das Material macht, was es will. Das ist ein grundsätzliches Problem. Aber es gibt auch viel Potential.

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Somit ist auch die Individualisierung im Produktionsprozess möglich, wie zum Beispiel die Herstellung von Kleinserien oder von Bauteilen mit einer geometrischen Komplexität wie z. B. miniaturisierte Wärmetauscher oder Mikromischer mit komplexen inneren Kanälen.


Business Development FIT Oliver Cynamon

Wir sind sehr stark auf designorientierte Firmen spezialisiert, wie Architekten, Designer und Künstler. Im Bereich Prototypen sind für uns Keramikhersteller aus den Bereichen Tafelgeschirr und Sanitärkeramik interessant.

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600 Aussteller aus über 40 Ländern - ceramitec 2018 auf dem Münchner Messegelände gestartet
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Die internationale Ausrüstermesse der keramischen Industrie, die ceramitec, findet noch bis zum 13. April 2018 auf dem Gelände der Messe München statt. Mit über 600 Ausstellern aus fast 40 Ländern, ist sie Treffpunkt der führenden Hersteller, Anwender und Wissenschaftler. Gleichzeitig findet ein umfangreiches Konferenzprogramm statt. Keramische Baustoffe stecken in vielen Dingen: ob im Frühstücksgeschirr, in Fliesen, im Smartphone oder im Auto, von der Zündkerze bis hin zur Keramikbremse. Nach den Zahlen des Bundesverbands Keramische Rohstoffe und Industrieminerale e.V. (BKRI) verbraucht jeder Deutsche im Laufe seines Lebens rund 35 Tonnen keramische Rohstoffe und Industrieminerale. Diese sind Grundsteine der industriellen Produktion Deutschlands. So werden sie als Basisrohstoffe in der Fein- und Grobkeramik (Geschirr, Zierkeramik, Fliesen, Mauer- und Dachziegel, Steinzeugrohre), in der Sanitärkeramik, der Technischen Keramik, der Feuerfest-, Gießerei- und Stahlindustrie, der Baustoffindustrie, in der Papier- und Automobil-Industrie sowie im Bereich des Umweltschutzes eingesetzt. Zum Start der ceramitec 2018 freut sich Gerhard Gerritzen, Mitglied der Geschäftsführung der Messe München, über die große Zahl der Aussteller in diesem Jahr:

Gerhard Gerritzen, Mitglied der Geschäftsführung der Messe München

wir haben 600 Aussteller, das freut uns besonders, vor allem im Hinblick auf die große Konkurrenzsituation an Messen weltweit. Es sind mehr Aussteller als vor drei Jahren, die sich in vier Messehallen präsentieren.

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Gerhard Gerritzen, Mitglied der Geschäftsführung der Messe München

die ceramitec hat sich in den vergangenen Jahren großen Herausforderungen gestellt, aber die Messe hat das gut gemeistert, da sie unterschiedlichste Segmente der keramischen Industrie abdeckt.

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Ein großes Thema auf der ceramitec ist wie in anderen Branchen derzeit auch die Digitalisierung, Industrie 4.0. Dazu Dr. Jürgen Blumm, Fachbereitsvorsitzender der ceramitec und Geschäftsführer der Netzsch Gerätebau GmbH:


Dr. Jürgen Blumm, Fachbeiratsvorsitzender der ceramitec und Geschäftsführer Netzsch Gerätebau GmbH

das Thema ist, wie können wir Produktionsprozesse noch effektiver machen. Wir müssen diese Themen aktiv angehen und dafür ist die Messe ein ideales Forum.

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Prof. Dr. Alexander Michaelis, Inhaber der Professur für Anorganische-Nichtmetallische Werkstoffe der TU Dresden & Institutsleiter Fraunhofer-Institut für Keramische Technologien und Systeme (IKTS) stellte in seiner Keynote zum Beginn der ceramitec 2018 die großen Potenziale dieses Werkstoffes in der Anwendung für die Industrie heraus. Ein großer Teilbereich, der auch auf der ceramitec stark repräsentiert wird, ist die sogenannten Strukturkeramik. Das heißt, das Herstellen von Komponenten für unterschiedlichste Bereiche wie den Maschinenbau, die Medizintechnik oder auch für die Automobilindustrie:


Prof. Dr. Alexander Michaelis, Inhaber der Professur für Anorganische- Nichtmetallische Werkstoffe der TU Dresden & Institutsleiter Fraunhofer-Institut für Keramische Technologien und Systeme (IKTS)

hier geht es darum, homogene Keramik herzustellen. Die hat hervorragende Eigenschaften, die viele Anwendungen realisieren lässt für die Medizintechnik oder auch in der Sensortechnik. Das ist Keramik, die komplett transparent wird und dadurch gute mechanische Eigenschaften hat. Angewendet kann so etwas beispielsweise bei Displays, die sehr robust sind.

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Die zweite Säule der keramischen Industrie ist die sogenannte Funktionskeramik:


Prof. Dr. Alexander Michaelis, Inhaber der Professur für Anorganische- Nichtmetallische Werkstoffe der TU Dresden & Institutsleiter Fraunhofer-Institut für Keramische Technologien und Systeme (IKTS)

dahinter verbirgt sich die LTTC- Plattform, die darauf basiert, dass man keramische Oberflächen über Drucktechniken funktionalisiert. Wenn man die Oberflächen stapelt, kommt man zu einer zweieinhalbdimensionalen integrierten Technik, in dem man die Strukturen in die 3. Dimension integrieren kann. Bosch, Siemens stellen da eine Menge an Schaltungen bereits her, damit kann man aber auch eine Reihe von Sensoren herstellen: Physikalische oder auch mechanische oder Temperatur- oder Heizelemente, aber auch chemische Sensoren. Vorteil aller solcher Sensoren ist die enorme Robustheit. Das bietet wiederum auch gerade für die Industrie 4.0 großes Potential.

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Prof. Michaelis hob in seiner Keynote noch eine besondere Anwendung von keramischen Rohstoffen heraus und zwar für die Produktion von Batterien für die Elektromobilität:


Prof. Dr. Alexander Michaelis, Inhaber der Professur für Anorganische- Nichtmetallische Werkstoffe der TU Dresden & Institutsleiter Fraunhofer-Institut für Keramische Technologien und Systeme (IKTS)

das geht los mit klassischen Litium- Ionen-Batterien. Unsere Herausforderung besteht darin, in ein Auto nicht tausende Batterien einzubauen, weil es nicht besser integrierbar ist. Wir gehen das im Moment anders an, uns zwar mittels Bipolarer Batterien, wir bauen eine Batterie, die auf das Gehäuse des Autos ausgerichtet ist und die Elektroden übereinander gedruckt werden.

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